Zweitägiger Austausch im LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho
Arbeitstreffen der Musikschulen

Vlotho (WB). Bereits zum fünften Mal sind Musikschulleiter, deren Schulen zum Landesverband der Musikschulen (LVdM) in NRW gehören, zu einer Klausurtagung zusammen gekommen. Als bewährten Treffpunkt wählten die Pädagogen die LWL-Bildungsstätte Jugendhof in Vlotho.

Freitag, 07.02.2020, 13:00 Uhr
Musikschulleiter aus ganz OWL haben sich zur Klausurtagung im Jugendhof Vlotho getroffen. Foto: Gisela Schwarze

Aus Herford, Minden-Lübbecke, Detmold, Paderborn und Gütersloh tauschten sich die Schulleiter intensiv aus zu Themen wie Qualitätssicherung, Talentförderung und beruflichen Perspektiven für Musikschulabsolventen. „Wir sind gut vernetzt, pflegen ständigen Informationsaustausch und halten so das gleiche Niveau auf Landesebene“, teilte Johannes Strzyzewski mit, Sprecher für die Region OWL und Leiter der Bielefelder Musikschule. Sechs bis sieben Jahre habe man an dem Netzwerk zugunsten von Qualitätssicherung und Talentförderung gearbeitet.

Eingeladen als Referenten waren während der zweitägigen Tagung Experten zu den Themen Wirtschaftswissenschaft und Management sowie Musikberufe und Karrierenutzung. Eine Musikschule sei auch ein Wirtschaftsunternehmen, so Johannes Strzyewski. Nicht nur in der Kirchenmusik, im Orchester und im schulischen Musikunterricht gebe es berufliche Chancen für Musikschüler, so Rüdiger Konrad, Leiter der Musikschule Porta Westfalica. „Neue Berufsfelder sind vielfältig, liegen in der Musikproduktion, dem Management bei Festivals und großen Konzerten“, zählte Thomas Steingrube, Leiter der Herforder Musikschule, auf.

Partner in kommunalen Bildungslandschaften

Öffentliche Musikschulen seien unverzichtbare Partner in den kommunalen Bildungslandschaften. Musikalische Bildung zu vermitteln und Kompetenzen zu fördern, sei gesellschaftsdienlich, so Thomas Steingrube. „Wir sind mit unseren Angeboten in Kitas und in den Ganztagsprojekten von Schulen vertreten. Hochschulen suchen den Kontakt zu Musikschulen, denn von dort kommen qualitativ gut ausgebildete Instrumentalisten, die für ein Musikstudium geeignet sind“, unterstrich Rüdiger Konrad die Bedeutung von Musikschulen.

„In ganz NRW mit den fünf Regierungsbezirken gibt es 159 Musikschulen, im Regierungsbezirk Detmold sind es 22“, so Johannes Strzyzewski. „Für ihre Arbeiten benötigen Musikschulen geschultes Personal, möglichst in festen Arbeitsverhältnissen.“ Leider entspräche die Anzahl der Pädagogen in Festanstellung noch nicht den Wünschen der Musikschulleiter, bedauerte der Sprecher.

Hier geht es aktuell nach vorn: Sieben Millionen Euro Landesmittel, eine Verdreifachung der bisherigen Mittel, erhalten die Schulen bis zum Jahr 2022. Das teilte die Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen im November 2019 mit. Ein Schlüssel zur Verteilung wird nun erarbeitet.

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