Marta-Empfang mit Musikerin Bernadette La Hengst
Thekengesprächeim Museum

Herford (WB). In diesem Jahr sei alles anders, sagt Marta-Direktor Roland Nachtigäller – und lehnt sich auf eine Theke. Unter die Wirte hat es den Museumsleiter zwar nicht verschlagen, doch spielt die Gastronomie eine wichtige Rolle, wenn es um den Marta-Neujahrsempfang geht.

Dienstag, 04.02.2020, 20:54 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 21:00 Uhr
Applaus für den Fotografen: Marta-Direktor Roland Nachtigäller, Bernadette La Hengst, Bürgermeister Tim Kähler und Marta-Freund Dirk-Walter Frommholz (von links) haben soeben Thekengespräche geführt. Es ging um Klimaschutz, das Marta und Kultur in Herford. Foto: Hartmut Horstmann

Mehr als 300 Besucher haben sich an der Goebenstraße eingefunden. Ausschließlich an geladene Gäste, an Freunde, Förderer und Vertreter des öffentlichen Lebens richtet sich der Empfang.

Sehen und gesehen werden: Im Laufe der Jahre hat sich die Veranstaltung zu einem gesellschaftlichen Ereignis entwickelt. Um etwas Abwechslung in den Ablauf zu bekommen, haben die Verantwortlichen diesmal auf Reden des Bürgermeisters Tim Kähler und des Marta-Chefs Roland Nachtigäller verzichtet.

Zwei Macher unter sich: Marta-Technik-Chef Michael Train (links) und Heiner Wemhöner.

Zwei Macher unter sich: Marta-Technik-Chef Michael Train (links) und Heiner Wemhöner. Foto: Horstmann

Stattdessen übernimmt die Musikerin Bernadette La Hengst die Rolle einer Moderatorin und stellt Fragen. Gleichzeitig schenkt sie ihren Gästen ein. Denn im Marta-Forum steht eine Theke – gewissermaßen als Ausdruck gemütlicher Weltläufigkeit.

Als Gesprächspartner stehen Bürgermeister und Marta-Direktor sowie Dirk-Walter Frommholz, ein Marta-Freund der ersten Stunde, zur Verfügung. Und auch wenn die obligatorischen Ansprachen ausfallen, bleibt Kähler Raum für eine Leistungsbilanz, was die Stadt Herford angeht – zum Beispiel Klimaschutz, Kulturförderung oder Fachhochschule.

Erinnerungen an die Anfänge

Dirk-Walter Frommholz erinnert an die Anfänge des Marta. Für dessen Entwicklung gebe es drei Glücksfälle: Frank Gehry als Architekt, Jan Hoet, der dem Marta den Atem eingehaucht habe, und der heutige Direktor Roland Nachtigäller: „Was Hoet angestoßen hat, hat er ins richtige Fahrwasser gebracht.“ Der Mensch gewordene Glücksfall in Person Nachtigällers kündigt neue Preisstrukturen an, betont die Wichtigkeit des Klimaschutzes, räumt aber ein, der Energieverbrauch sei die Achillesferse der Museen.

Erst Moderation, dann Elektropop: Bernadette La Hengst.

Erst Moderation, dann Elektropop: Bernadette La Hengst. Foto: Horstmann

Anschließend folgt Musik. Bernadette La Hengst, die einst mit anderen Weggefährten von Bad Salzuflen nach Hamburg gezogen war, präsentiert das, was sie Elektropop nennt. Vorher hat sie an das alte Cassettenlabel „Fast weltweit“ erinnert, in dem sie und andere Vertreter der späteren Hamburger Schule aktiv waren. Bands und Interpreten wie Blumfeld oder Bernd Begemann, die ebenfalls aus Bad Salzuflen stammen, mögen mehr Geld verdient haben – den originellsten musikalischen Beitrag liefert Bernadette La Hengst: intellektuell und tanzbar zugleich. „Bravo!“ heißt es am Ende des Kurzauftritts.

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