Stadt reagiert auf Wirtschaftswachstum 100.000 Quadratmeter neue Gewerbefläche

Herford (WB/bex). Der Wirtschaftsstandort Herford brummt: Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs hat sich seit 2010 um mehr als 15 Prozent auf fast 35.000 erhöht, die Gewerbesteuer hat 2019 mit 52 Millionen Euro einen neuen Rekord erreicht.

Die Wirtschaft brummt. Deshalb will die Stadt mehr Gewerbeflächen bereitstellen, hier das gemeinsame Gewerbegebiet der Städte Herford, Bielefeld und Bad Salzuflen.
Die Wirtschaft brummt. Deshalb will die Stadt mehr Gewerbeflächen bereitstellen, hier das gemeinsame Gewerbegebiet der Städte Herford, Bielefeld und Bad Salzuflen. Foto: Schelberg

Damit sich Unternehmen ansiedeln oder bereits vor Ort ansässige vergrößern können, will die Stadt zwei Gewerbegebiete erweitern: in Diebrock um 50.000 Quadratmeter in Richtung Hausheider Straße und in Elverdissen Auf der Helle um ebenfalls 50.000 Quadratmeter auf der nördlichen Seite des bestehenden Gewerbegebietes.

„In Diebrock haben wir uns die Flächen bereits gesichert, hier muss der Rat eine Änderung des Regionalplans beantragen“, sagt Wirtschaftsförderer Dieter Wulfmeyer. Das Areal in Elverdissen sei bereits als Gewerbefläche ausgewiesen. „Hier geht es jetzt um den Erwerb.“

Nachhaltigkeit rückt in den Vordergrund

Denn aktuell stünden nur noch 70.000 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung: 40.000 im Heidsiek (Bunsenstraße) und 30.000 Auf der Helle. „Dabei haben wir als Stadt seit 2014 etwa 96.000 Quadratmeter vermarktet“, beschreibt Bürgermeister Tim Kähler die Dimensionen. 20 Unternehmen hätten davon profitiert. „Fünf davon haben sich neu in Herford angesiedelt“, sagt Wulfmeyer. Das größte sei der Druckmaschinenhersteller Allstein (60 Mitarbeiter) im Heidsiek gewesen. „Solche Zuzüge haben die Abgänge mehr als kompensiert“ – etwa den von UPS (340 Beschäftigte) nach Bielefeld.

Künftig müsse man bei der Ausweisung neuer Gewerbefläche verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit achten – „etwa bei der Flächenversiegelung“. Das werde Thema im Rat sein. Bei der Ansiedlung neuer Betriebe gebe es zudem entscheidende Kriterien: „Produzierendes Gewerbe gehört auf die Wiese, Dienstleistung aber in die Stadt“, sagt Kähler. Hier wolle man an der Rückseite des Bahnhofs neue Angebote machen. Auch die Zahl der Beschäftigten spiele bei einer Neuansiedlung im Gewerbegebiet eine Rolle: Fünf Mitarbeiter auf 1000 Quadratmeter sollten es schon sein.

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