Im kleinen Felde: Ausschuss stimmt Bauvorhaben aber mit Einschränkungen zu
Streit um Kita im Bildungshaus

Herford (WB). Eigentlich waren alle zufrieden: Die Anwohner der Grundschule Radewig, vertreten durch Wolf-Dieter Witte, lobten die Verwaltung, dass sie das geplante Bildungshaus nun doch nicht an der Schule bauen wolle.

Mittwoch, 05.02.2020, 06:00 Uhr
Am jetzigen Standort des Mobilheims Im kleinen Felde soll das Bildungshaus für außerschulische Angebote entstehen. Foto: Bexte

Auch CDU-Frau Bärbel Müller zollte „dem politischen Mitbewerber Anerkennung“, dass er sich nach langem Hin und Her für den Standort Im kleinen Felde entschieden habe. Und die SPD war sowieso begeistert vom Projekt des Bürgermeisters . Dann dauerte es aber noch mehr als eine Stunde, bis der Jugendhilfeausschuss über die Pläne für ein Bildungshaus für außerschulische Angebote an Grundschulkinder und Eltern Im kleinen Felde entschied.

Denn die CDU monierte, die geplante Angliederung einer Kita mit drei Gruppen an das Bildungshaus sei nicht notwendig. „Es gibt in diesem Viertel genügend Angebote, wir brauchen hier nicht noch eine weitere Kita“, sagte Bärbel Müller, als Bewohnerin eine Kennerin des Quartiers. Viel notwendiger sei der Ausbau der Betreuung in Herringhausen. „Hier fehlen Kita-Plätze.“

In Sorge um Fördergelder

Deshalb werde die CDU dem Kita-Bau Im kleinen Felde nicht zustimmen. Der ist laut Verwaltung aber notwendig, da nur mit Schaffung dieser sogenannten Regeleinrichtung die Landesförderung für ein Bildungshaus erhalten bliebe. Bislang waren dafür gut 600.000 Euro veranschlagt, der Löwenanteil käme aus Düsseldorf. „Wenn wir uns gegen die Kita entscheiden, könnte die Förderung in Frage stehen“, gab Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann zu bedenken. Sie brachte den Vorschlag ins Spiel, zunächst ein Votum für eine Kita-Gruppe einzuholen, um später bei größerem Bedarf mehr Plätze zu schaffen.

Das konnte die CDU und DRK-Vertreter Ralf Hoffmann nicht überzeugen. So gab es für den Verwaltungsvorschlag keine Mehrheit. Die Stadt soll nun zunächst die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau einer Kita mit drei Gruppen schaffen. Erst später solle mit Blick auf den Bedarf über die tatsächliche Zahl der Gruppen entschieden werden.

Einhellige Zustimmung gab es hingegen für den Bau des Bildungshauses an sich sowie auch für den Jugendtreff als Ersatz für das abzureißende Mobilheim. Der Stadtrat wird sich am Freitag mit dem Thema befassen.

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