Kommentar zum Fehlen eines städtischen Beauftragten in Herford
Fahrradfreundlich auf dem Papier

Herford (WB). Herford ist eine fahrradfreundliche Stadt – zumindest auf dem Papier. Seit Jahren ziert das NRW-Siegel die Rathaustür. Die Hansestadt gehörte sogar zu den Gründungsmitgliedern des Landesprogramms. Läuft also alles rund?

Dienstag, 04.02.2020, 09:02 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 09:20 Uhr
Laut ADFC-Test sinkt die Zufriedenheit der Radfahrer mit dem „Fahrradklima“ in Herford. Foto: Moritz Winde

Das Zeugnis der Radler ist besorgniserregend: Seit 2012 geht die Note für Herfords Fahrradklima abwärts. Bewerteten heimische Radfahrer die Stadt damals noch mit der Note 3,9, gaben sie ihr 2019 im ADFC-Test nur noch eine 4,3 – also gerade einmal ausreichend. Die Umfrage ist zwar nicht repräsentativ, zeigt aber eine Tendenz.

Verwaltung sind die Hände gebunden

Da passt es irgendwie ins Bild, dass die Stelle des Radverkehrsbeauftragten seit Langem unbesetzt ist . Und durch die ständigen Wechsel davor gab es in den vergangenen Jahren nie so etwas wie Konstanz. Dabei braucht es unbedingt einen Experten auf diesem Gebiet, um die Hansestadt fit für die Rad-Zukunft zu machen.

Das Dilemma: Der Verwaltung sind die Hände gebunden. Sie hat entsprechende Anreize geschaffen. Was fehlt, sind geeignete Kandidaten. Trotzdem darf die Stadt nicht in Aktionismus verfallen und mit einer 1b-Lösung zufrieden sein. Dafür ist der Job viel zu wichtig.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7237902?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Rolle rückwärts beim Kreis Höxter: Corona-Einschränkungen gelten doch schon ab Montag
Von Montag an gelten verschärfte Regeln im Kreis Höxter. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker