Branche gibt Machbarkeitsstudie für Ausbildungszentrum in Auftrag
Möbel-Lehrfabrik in Herford?

Herford (WB/OH). Fachkräftemangel, demographischer Wandel und hoher Qualifizierungsbedarf wegen der zunehmenden Digitalisierung: Die Holz- und Möbelindustrie will den Herausforderungen mit einem brancheneigenen Ausbildungszentrum im Kreis Herford begegnen.

Dienstag, 04.02.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 07:00 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM), die Herforder Möbelverbände, die Wirtschaftsförderung des Kreises und weitere Kooperationspartner haben jetzt eine Machbarkeitsstudie für eine entsprechende „Lehrfabrik“ in Auftrag gegeben.

Das Paderborner Beratungsunternehmen Zeus, das über Erfahrungen mit ähnlichen Einrichtungen in der Metall- und Elektroindustrie verfüge, soll binnen eines Jahres die Chancen für eine Realisierung des Projekts prüfen. Über allem steht die Frage der Finanzierung und langfristigen Perspektive eines solchen Ausbildungszentrums. Dafür sei zu klären, welche Unternehmen und welche Sparten – von den Küchen- über Wohn- und Polstermöbelbauer – sich einbringen wollen, und ob auch öffentliche Gelder zur Verfügung stehen. Im zweiten Schritt geht es um die Standortfrage. Angesichts der starken Konzentration der Möbelindustrie und seiner Verbände in OWL gilt der Kreis Herford als erste Wahl.

Hochwertige praxisnahe Berufsausbildung

„Wir wollen die Hürden für Ausbildung und Qualifizierung senken und den Unternehmen eine praxisgerechte und hochmoderne Lehrfabrik anbieten, die auf technisch höchstem Niveau echte betriebliche Projekte abbildet“, erklärt Jan Kurth, Geschäftsführer des VDM und der Herforder Verbände. Das Bildungszentrum solle möglichst schnell eine hochwertige praxisnahe Berufsausbildung mit Blick auf neue Technologien organisieren, „die Attraktivität unserer Branche verbessern und den Nachwuchssorgen begegnen“. Mit einem brancheneigenen Zentrum blieben zudem die Kosten für die einzelnen Unternehmen für die Ausbildung vertretbar.

Als potenzieller Partner für den Betrieb des Zentrums gilt das Berufliche Ausbildungs-Netzwerk im Gewerbebereich („BANG“).

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