„Fridays gegen Altersarmut“ jetzt auch in Herford
Senioren in Sorge

Herford (WB). Sie fürchten sich vor Armut im Alter: Eine neue Seniorenbewegung, die in zahlreichen Städten Deutschlands bereits seit Ende 2019 aktiv ist, hat Herford erreicht: „Fridays gegen Altersarmut“. Für den 24. Januar ruft sie zu einer Mahnwache auf. Von 16 bis 19 Uhr wollen die Aktivisten auf dem Alten Markt auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

Mittwoch, 08.01.2020, 12:26 Uhr aktualisiert: 08.01.2020, 12:28 Uhr
Reicht die Rente? Viele ältere Menschen haben finanzielle Probleme. „Fridays gegen Altersarmut“ will darauf hinweisen. Foto: dpa

An ihrer Spitze in Herford steht Marita Weber. „Ich werde wohl bald selbst von Altersarmut betroffen sein“, sagt die 58-Jährige. Deshalb engagiert sie sich. „Ich möchte etwas tun, denn dieses Problem ist viel zu wenig bekannt.“ Jeder Mensch habe das Recht, in Würde alt zu werden, erläutert Heinz Madsen, bundesweiter Initiator der Bewegung, seine Beweggründe. „Wenn Menschen über 45 Jahre hart gearbeitet haben, um später in Armut leben zu müssen, dann verstößt das nicht nur gegen alle humanistischen Regeln, sondern auch gegen das Grundgesetz.“

Warnung vor „rechtem Hintergrund“

Die Bewegung wächst rapide: Die Facebook-Gruppe „Fridays gegen Altersarmut“ hat mittlerweile 261.000 Mitglieder. Es gibt aber auch Kritik. Die überparteiliche Initiative „Omas gegen Rechts“ in Hamburg warnt: „Fridays gegen Altersarmut“ habe „definitiv einen rechten Hintergrund“. Außer Forderungen und rechter Hetze gebe es keine konkreten Ziele. „Das ist Quatsch. Unsere Bewegung ist unabhängig. Wir lassen uns von keiner Partei instrumentalisieren“, sagt Marita Weber.

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