Peter Lacke bekommt Linksabbiegespur – Verkehr wird während Bauphase umgeleitet
B 239 ab März drei Monate gesperrt

Hiddenhausen (WB). Sie ist eine der meistbefahrenen Straßen im Kreis Herford: Die B 239 zwischen Herford und Kirchlengern wird im Frühjahr in Hiddenhausen für etwa drei Monate gesperrt: Das expandierende Unternehmen Peter Lacke bekommt an der Zufahrt zum Firmengelände eine Linksabbiegespur.

Dienstag, 07.01.2020, 07:00 Uhr
Die Bundesstraße wird an der Zufahrt zur neuen Firmenzentrale von Peter Lacke in Hiddenhausen um 3,50 Meter verbreitert, hier entsteht eine Linksabbiegespur. Foto: Moritz Winde

Wie berichtet, baut das familiengeführte Unternehmen am Standort In der Feldmark in Schweicheln seit einem Jahr einen neuen Firmensitz . 24 Millionen Euro werden hier investiert. Um den wachsenden Lieferverkehr bewältigen zu können und um Rückstaus auf der direkt ans Firmengelände angrenzenden B 239 weitestgehend zu vermeiden, lässt das Peter Lacke auf eigene Kosten eine Linksabbiegespur anlegen. „Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im März beginnen und etwa drei Monate dauern“, sagt Alexander Graf, Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung in Hiddenhausen. „Vielleicht geht es etwas schneller. Das hängt von der Witterung ab.“

400.000 Euro Kosten

Während der Bauphase wird der Verkehr umgeleitet. Auf der Bundesstraße sind täglich 14.600 Fahrzeuge unterwegs, davon 800 Lkw. „Im Prinzip ist es die Umleitungsstrecke, die schon jetzt für die Lkw ausgeschildert ist, die wegen der Höhenkontrolle nicht durch die Bahnunterführung in Schweicheln passen.“ Die Ausweichstrecke in Fahrtrichtung Kirchlengern führt über Löhne/Oberbehme (Falkendieker Straße, L 965), in Fahrtrichtung Herford über die L 782 (Löhner Straße) und L 545 (Bünder Straße).

Peter Lacke lässt sich die Baumaßnahme 400.000 Euro kosten. Hinzu kommt eine ähnlich hohe Ablösesumme an den Landesbetrieb Straßen NRW. Damit werden für etwa 30 Jahre die durch die vergrößerte Verkehrsfläche entstehenden Unterhaltungskosten entgolten. Denn der Landesbetrieb übernimmt diese Aufgabe auch für Bundesstraßen.

Die sieben Meter breite Fahrbahn der B 239 wird im Einmündungsbereich zum Firmengelände um 3,50 Meter verbreitert. Dafür müssen einige Bäume an der Straßenseite zur neuen Unternehmenszentrale gefällt werden. „Es wird aber Ausgleichsmaßnahmen geben“, kündigt Graf an. Die Fahrbahnverbreiterung wird um eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer ergänzt.

Vier Sicherheitsprüfungen

Nicht nur die B 239, auch die Firmenzufahrt In der Feldmark wird verbreitert, ebenfalls um 3,50 Meter. Das solle den Begegnungsverkehr erleichtern. Ein Fahrbahntrenner – eine drei Meter breite und elf Meter lange Verkehrsinsel – werde in diesem Bereich die Verkehrssicherheit erhöhen. Wie in solchen Fällen üblich, übernimmt die Kommune 35 Prozent der Kosten für den Ausbau dieser Gemeindestraße.

Dass Unternehmen bei Bedarf Straßenausbauten selbst finanzieren, ist nichts Ungewöhnliches. „Edeka Wehrmann hat dies im vergangenen Jahr auch gemacht. Dort wurde ebenfalls eine Linksabbiegespur angelegt“, erläutert Graf. „Bei erhöhtem Verkehrsaufkommen fordern wir das in der Regel auch ein“, betont Sven Johanning von Straßen NRW. Eine solche Maßnahme bedarf einer langen Planung bis zur Umsetzung. Insgesamt vier Prüfungen eines unabhängigen Verkehrsingenieurs, sogenannte Sicherheitsaudits, müssen die Planungen durchlaufen. Drei sind bereits abgehakt, die letzte steht nach der Verkehrsfreigabe an. Dann geht es noch darum, ob sämtliche „Sichtbeziehungen“ stimmig sind, etwa mit Blick auf Verkehrsschilder.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7174711?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Corona-Beschränkungen in Cloppenburg - München reißt Grenze
Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden International einen Coronavirus-Test in den Händen.
Nachrichten-Ticker