Synode des Evangelischen Kirchenkreises stimmt für Haushalt 2020
Gutes Ergebnis, Blick nach vorne

Herford (HK). Der Evangelische Kirchenkreis Herford hat 2018 finanziell mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig verabschiedete die Kreissynode den Haushaltsplan 2020. In der Synode sitzen gewählte Laien und Geistliche, die über wesentliche Fragen des kirchlichen Lebens entscheiden.

Montag, 09.12.2019, 07:00 Uhr
Bei der Synode des Evangelischen Kirchenkreises: Pfarrer Dr. Olaf Reinmuth (links, Vorsitzender des Finanzausschusses) und Superintendent Michael Krause.

„Der Kirchenkreis ist in vielen Bereichen gut aufgestellt und möchte den Kurs zukünftig fortsetzen“, erklärte Superintendent Michael Krause. Sein Blick nach vorne zeigte aber auch, dass mit sinkenden Mitgliederzahlen und perspektivisch auch sinkenden Einnahmen zu rechnen sei. Krause: „Auf diese Entwicklung müssen wir uns gut vorbereiten. In den nächsten Jahren haben wir die Chance, uns diesen Prozessen aktiv zu stellen und sie als Finanzgemeinschaft mitzugestalten.“

Plus von 650.000 Euro

2018 wurde das Jahr mit einem finanziellen Plus in Höhe von rund 650.000 Euro abgeschlossen. Davon werden jetzt 250.000 Euro an die Kirchengemeinden ausgeschüttet, rund 300.000 Euro werden der Substanzerhaltungs-Rücklage für Kirchen, Gemeindehäuser und Pfarrhäuser zugeführt. Außerdem stehen 100.000 Euro als Fördermaßnahme für „Innovative Ideen“ in den kreiskirchlichen Gemeinden zur Verfügung.

„Damit wollen wir gezielte Veränderungen anregen, die zeigen, was gehen kann, wohin die Reise geht, die die bisherigen Hürden überwinden helfen“, sagte Pfarrer Dr. Olaf Reinmuth, Vorsitzender des Finanzausschusses.

Haushaltsplan verabschiedet

Den Haushaltsplan 2020 mit insgesamt rund 29 Millionen Euro an Ein- und Ausgaben hat die Synode mit großer Mehrheit verabschiedet. Fürs kommende Jahr rechnet der Kirchenkreis mit einer 3,9 Prozent höheren Kirchensteuerzuweisung als 2019. Gleichzeitig erhöhen sich auch die Ausgaben.

Drei neue Kitas

Zum Beispiel wird es bei den evangelischen Kindertageseinrichtungen zu einer erheblichen Ausweitung der Arbeit kommen. Reinmuth: „Wir haben uns am Ausbau der Kitas mit drei neuen Einrichtungen beteiligt. Wir gehen damit in die Verantwortung für eine große gesellschaftliche Aufgabe.“

Für zusätzliche Personalstunden in den Kitas stehen insgesamt 480.000 Euro mehr zur Verfügung als im Vorjahr.

Reinmuth: „All das dient der Schärfung des Profils evangelischer Kitas und hält uns in einer sehr intensiven Verbindung mit Kindern und jungen Familien weit in die Gesellschaft hinein.“ Außerdem wird der Zuschuss des Kirchenkreises für das Diakonische Werk in den kommenden fünf Jahren jährlich um 2,5 Prozent erhöht. Reinmuth: „Die Arbeit dort ist sehr wertvoll. Denken Sie an die Arbeit mit Menschen, die in einer Sucht stecken, arbeitslos geworden sind, mit Geflüchteten oder im Bereich Schwangerschaft, Familie und Sexualität. Diakonie insgesamt ist bitter nötig.“

1.400 Mitarbeiter

In den Kirchengemeinden und beim Kirchenkreis sind rund 1.400 Mitarbeitende als Kirchenmusiker, Küster, Jugendmitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter und in anderen Feldern der kirchlichen Arbeit beschäftigt.

Davon sind etwa 800, vorwiegend Mitarbeiterinnen, in den Kindertageseinrichtungen und rund 150 Mitarbeiter im Berufskolleg Elisabeth-von-der-Pfalz und in der Förderschule des Kirchenkreises Herford im Johannes-Falk-Haus angestellt.

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