Kreuzkirche: Meller Firma erneuert Turmkreuz Der Hahn leuchtet wieder

Herford (WB). Ein zweites Weihnachtsfest ohne weit sichtbares Turmkreuz bleibt den Besuchern der Kreuzkirche erspart. Nachdem das alte verrostete Kreuz im Juni 2018 abgenommen worden war, meldeten die beteiligten Firmen Vollzug an – Vollzug in 32 Metern Höhe.

Von Hartmut Horstmann
Der Wetterhahn leuchtet wieder. Im Sommer 2018 war das Turmkreuz entfernt worden, denn es war rostig.
Der Wetterhahn leuchtet wieder. Im Sommer 2018 war das Turmkreuz entfernt worden, denn es war rostig. Foto: Hartmut Horstmann

Zu den weiteren Arbeiten, die mit dem Turmkreuz verbunden sind, zählt das neue Kupferdach, für welches die Dachdeckerfirma Bukowski aus Hüllhorst verantwortlich zeichnet.

„Das hält 100 Jahre“

Es waren die ersten Dacharbeiten an der Kirche seit der Einweihung im Jahr 1965. Bei dem Turmkreuz handelte es sich um eine mit Kupfer ummantelte Stahlkonstruktion. Diese sei vermutlich nicht verzinkt gewesen, sagt Katrin Oberschelp, Architektin beim Kirchenkreis Herford. Folglich wurde das Kreuz ausgetauscht, die Firma Korfhage fertigte ein neues an.

Edelstahl soll jetzt ein schnelles Rosten verhindern. Er gehe davon aus, dass das 100 Jahre halte, sagt Dachdecker Kay Bukowski. Die Architektin spricht von „mindestens 80 Jahren“.

Vom alten Turmkreuz übrig geblieben sind somit nur der Wetterhahn und die golden glänzende Kugel im Mittelteil. Mitarbeiter der Meller Firma Korfhage versahen Kugel und Hahn mit neuem Blattgold – wobei eine spezielle Glanzvergoldung den leuchtenden Anblick lange erhalten soll.

„Der Hahn dreht sich“

Zu den Voraussetzungen, um ein Turmkreuz auf einer Kirche anbringen zu können, gehört eine gewisse Windstille. Diese war gegeben. Indes: Als der Hahn auf der Kirche thronte, war die Architektin für einen leichten Windzug dankbar: „Schauen Sie! Der Hahn dreht sich.“ Der Ausblick bei strahlend-blauem Himmel ist großartig, doch die Dezembertemperaturen verhindern ein übertriebenes Wellness-Gefühl.

Der drehende Hahn macht die Turmkreuzaktion perfekt. Wie der Edelstahl soll auch das neue Kupferdach für mehr Langlebigkeit sorgen. Die Arbeiten am Dach und weitere Maßnahmen ließen es sinnvoll erscheinen, den charakteristischen Kirchturm an der Hessestraße mit einem Gerüst zu versehen. Ansonsten hätte für das Turmkreuz auch ein großer Kran gereicht. Am frühen Morgen wurde es vom Kran nach oben gezogen – um elf Uhr war auch der Hahn von weitem sichtbar.

Gerüst bleibt vorerst

Das Gerüst werde auf jeden Fall bis Weihnachten bleiben, erläutert Pfarrer Dirk Thomas. Die Kosten für alle Arbeiten an der Kirche beziffert er auf etwa 120.000 Euro. Die Gemeinde der Kreuzkirche umfasst den Bereich Friedenstal. Etwa 2500 Menschen gehören ihr an, sagt der Geistliche, der dort seit 1990 tätig ist.

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