Sporthallen-Neubau: Naturschützer kritisieren Stadt für geplante Fällung
BUND will RGH-Bäume erhalten

Herford (WB). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kann nicht nachvollziehen, warum 30 Bäume für den Bau der neuen Sporthalle am Ravensberger Gymnasium (RGH) gefällt werden müssen.

Donnerstag, 05.12.2019, 04:29 Uhr aktualisiert: 05.12.2019, 05:02 Uhr
30 Bäume auf dem RGH-Schulhof sollen der neuen Sporthalle weichen – so will es die Verwaltung. Foto: Moritz Winde

Kreisgruppensprecher Bernd Meier-Lammering, selbst ehemaliger RGH-Schüler: „Ein Neubau der Sporthalle steht außer Frage, aber müssen dafür wirklich so viele Bäume gefällt werden?” Sechs der Bäume, die gefällt werden sollen, ständen nicht einmal in der Nähe der geplanten Sporthalle, etliche andere direkt am Rand. „Wir bitten die Politiker, vor allem in Anbetracht der gerade von der Stadt bekannt gegebenen Klimaschutzziele, in der Bau- und Umweltausschusssitzung nicht über die Baumfällungen abzustimmen, sondern die Verwaltung aufzufordern, auch Alternativen unter Erhalt einer möglichst großen Zahl von Bäumen zu erarbeiten”, fordert der BUND.

60 neue kleine Bäume zu pflanzen

Bürgermeister Tim Kähler habe am Montag selbst bei der Veröffentlichung der Klimaschutzziele bekannt gegeben, dass er “perspektivisch die Zahl der Bäume in der Stadt erhöhen wolle”. Wenn diese perspektivische Erhöhung allerdings bedeute, dass 30 alte Bäume gefällt werden um dann 60 neue kleine Bäume zu pflanzen, dann sei das nach Ansicht der Naturschützer kontraproduktiv. „Bürgermeister Tim Kähler muss sich fragen lassen, wie ernst er es mit dem Klima- und Baumschutz meint, wenn bislang überall in der Stadt, wie zum Beispiel dem Wilhelmsplatz oder dem Kaufhofgelände, Bäume den Baumaßnahmen zum Opfer gefallen sind”, führt Doris Eichholz vom BUND aus.

Regenwassernutzung für die Toiletten

Nach Ansicht des BUND ließen sich möglicherweise durch eine geringfügige Verkleinerung der Halle oder eine Versetzung auf den Ascheplatz und auch baumschonende Baumaßnahmen etliche Bäume erhalten. Weiterhin wünscht sich der BUND weitere Umwelt- und klimaschonende Maßnahmen wie Regenwassernutzung für die Toiletten, solare Brauchwassererwärmung für die Sporthalle und eine Dachbegrünung.

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