Kommission sieht an der Diebrocker Straße einen „Unfallschwerpunkt“ Nach Unfällen: Kreisel werden umgebaut

Herford (WB). Nach drei schweren Unfällen innerhalb von drei Jahren gilt der Kreisel Diebrocker Straße/Westring als ein Unfallschwerpunkt. Im Oktober war hier eine 27-jährige Radfahrerin ums Leben gekommen. Deshalb will der Landesbetrieb Straßen NRW den Kreisverkehr jetzt umbauen.

Von Ralf Meistes
Die Stadt Herford will den Kreisel „Im kleinen Felde“ umbauen. Bereits im Frühjahr sollen Markierungen erneuert werden.
Die Stadt Herford will den Kreisel „Im kleinen Felde“ umbauen. Bereits im Frühjahr sollen Markierungen erneuert werden. Foto: Moritz Winde

Gelder für den Umbau stehen im Haushalt

Im Zuge der Neugestaltungen sollen auch zwei weitere Kreisverkehre, an der Enger Straße und „Im kleinen Felde“ umgestaltet werden und so für mehr Sicherheit für Radfahrer sorgen. Da der Kreisel an der Engerstraße an einer Landesstraße liegt, ist auch hier Straßen NRW zuständig. Der Kreisverkehr „Im kleinen Felde“ liegt auf städtischem Gebiet. „Wir haben die Gelder für einen Umbau des Kreisels im Haushalt bereits angemeldet“, sagte Ordnungsamtsleiter Lothar Sobek am Montagabend im Verkehrsausschuss.

Rollstuhl-Fahrer verletzt

Andreas Delplanque von der Polizei (Direktion Verkehr) verwies auf die Unfälle der vergangenen Jahre im Bereich Diebrocker Straße/Westring. So habe es neben dem tödlichen Unfall mit der Radfahrerin bei weiteren Unfällen einen schwer verletzten Mofa-Fahrer sowie einen schwer verletzten Rollstuhl-Fahrer gegeben.

Bei einem Ortstermin der Unfallkommission am 7. November wurde dann beschlossen, dass die drei Kreisel umgebaut werden sollen. Zur Unfallkommissionen gehören Vertreter der Kreispolizeibehörde, des Straßenverkehrsamtes des Kreises Herford, der Bezirksregierung Detmold und des Landesbetriebs Straßen NRW.

„Nicht mehr Stand der Technik“

„Die Kreisel entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik“, erklärte Sobek gegenüber den Mitgliedern des Verkehrsausschusses. Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte deshalb die Verwaltung gebeten, über die Möglichkeiten der Herstellung einer höheren Verkehrssicherheit für Radfahrer zu berichten.

Markierungen werden erneuert

An allen drei genannten Kreisverkehren verläuft der Radverkehr derzeit nicht auf der Fahrbahn, sondern auf einem eigenen, rot markierten Radweg neben der Kreisverkehrsbahn. Bis es soweit ist, dass die Kreisel umgebaut werden können, sollen in einem ersten Schritt die Straßenmarkierungen erneuert werden. „Für den Kreisel Im kleinen Felde soll das im Frühjahr geschehen. Wir wollen in dem Zusammenhang dort auch ein Schild versetzen. Für die beiden anderen Kreisverkehre ist ja der Landesbetrieb zuständig“, erklärte der Ordnungsamtsleiter der Stadt. Ein Zeitpunkt, wann die umgebauten Kreisverkehr fertiggestellt sein werden, wurde nicht genannt.

Kommentare

und

wann wird was unternommen, dass sehr sehr viele Fahrradfahrer im Dunkeln keine Beleuchtung anmachen oder nicht haben. Und warum die den Fußweg benutzen und Fussgänger gefährden?

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