Frosta packt Tiefgekühltes in braunes Papier Papier statt Plastik

Bremerhaven/Herford (WB). Frosta, Deutschlands größter Anbieter von Fertiggerichten und Gemüse für die Tiefkühltruhe, will auf Plastikbeutel verzichten. Stattdessen soll die Ware in braunen Papierverpackungen verkauft werden, die von dem Unternehmen in Bremerhaven in den vergangenen drei Jahren entwickelt worden sind.

Von Bernhard Hertlein
Frosta wird im Verlauf des nächsten Jahres die bisherigen Plastikbeutel durch Papierverpackungen ersetzen.
Frosta wird im Verlauf des nächsten Jahres die bisherigen Plastikbeutel durch Papierverpackungen ersetzen. Foto: dpa

Das Papier ist ungebleicht und ungestrichen. Es wird nach Angaben des Unternehmens nur physikalisch bearbeitet. Und zur Herstellung werde nur Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft verwendet. Die Umstellung beginnt am 1. Januar und soll bis Jahresende 2020 abgeschlossen sein.

Damit verschwinden 40 Millionen Plastiktüten vom Markt, die Frosta bisher für seine Tiefkühlprodukte verwendet hat. Das Unternehmen in Bremerhaven verkauft 30 Prozent als Eigenmarke, der große Rest unter Handelsnamen. Die Papiertüten, die inzwischen zum Patent angemeldet wurden, sind 20 Prozent teurer als Plastik. Frosta hofft, den Aufpreis am Markt weiter geben zu können. Ein weiteres Risiko für Frosta: Die Farben leuchten auf braunem Papier weniger brillant als auf weißem Plastik.

Dirk Ahlers (82), der die Frosta Handelsgesellschaft 1961 gegründet hat, ist ein Sohn von Adolf Ahlers und ein Bruder des Herforder Textilunternehmers Jan Ahlers (1934-2013). Die Geschäftsführung von Frosta liegt aktuell in den Händen von Felix Ahlers (53), einem Sohn von Dirk Ahlers und damit Cousin der jetzigen Vorstandsvorsitzenden der Herforder Ahlers AG, Stella Ahlers (54).

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7083825?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F