Simon Hillebrecht (30) übernimmt kommissarisch auf dem Herforder Stiftberg Neuer Pfarrer in St. Marien

Herford (WB). Die Mariengemeinde hat einen neuen Pfarrer – allerdings nur auf Zeit: Bis ein Nachfolger für Matthias Storck – der 62-Jährige hatte den Job wegen Burn-Outs aufgegeben – gefunden ist, übernimmt Simon Hillebrecht die Aufgabe auf dem Stiftberg.

Von Moritz Winde
Ein Kirchenfenster in St. Marien. Hier predigt ein junger Pfarrer aus Bielefeld.
Ein Kirchenfenster in St. Marien. Hier predigt ein junger Pfarrer aus Bielefeld. Foto: Moritz Winde

Simon Hillebrecht.

Der 30-Jährige ist ein Kind der Region. Er wurde in Bielefeld geboren und wuchs in Steinhagen auf. Nach dem Abitur führte ihn sein Weg hinaus aus OWL – und zwar zum Theologiestudium nach Wuppertal, Bochum und Münster.

Bis zuletzt war er Vikar in Hagen-Vorhalle. Als Pfarrer im Entsendungsdienst wurde er nun nach Herford berufen, der junge Mann befindet sich also in den ersten Amtsjahren.

Weshalb wurde Simon Hillebrecht ein Mann Gottes? »Die Frage ist kompliziert. Ich begreife mich zuerst als Theologe und erst dann als Pfarrer. Aber mich hat die Liebe zu den Menschen hinaus aus der Universität und hinein in die Gemeinde getrieben, ebenso wie die schlichte und kaum zu übersehende Tatsache, dass es dringend Pfarrerinnen und Pfarrer braucht, vor allem in der heutigen Zeit.«

Jugendarbeit soll ausgebaut werden

In der Marienkirche versieht Hillebrecht vor allem die klassischen Aufgaben des Pfarramtes: Abstrakt gesprochen bedeutet das Verkündigung, Seelsorge, Lehre. »Ich predige und feiere Gottesdienste, wirke im Konfirmandenunterricht mit, beerdige, taufe, traue und führe viele Gespräche. Darüber hinaus verbringe ich die meiste Zeit damit, die vielen ehrenamtlichen, sehr motivierten und großartigen Mitarbeiterteams der Mariengemeinde in geistlicher, theologischer und organisatorischer Hinsicht zu begleiten und zu unterstützen – wo es gebraucht wird.«

Der Gemeindealltag der Mariengemeinde wird das nächste halbe Jahr vor allem von der Pfarrwahl bestimmt werden: »Wir haben 1,5 Pfarrstellen ausgeschrieben, sprechen mit Bewerberinnen und Bewerbern, und hoffen, dass die Stellen möglichst schnell besetzt werden können.« Wenn alles glatt läuft, soll dies im Frühjahr der Fall sein.

Abseits davon beschäftigt sich Simon Hillebrecht vor allem mit verschiedenen Möglichkeiten zum Ausbau der Jugendarbeit: Zwar seien viele junge Menschen in der Gemeinde aktiv und die Anzahl der Konfirmanden im neuen Jahrgang sei riesig, »dennoch glauben wir, dass wir in dieser Hinsicht noch einige Schätze heben können«.

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