Entscheidung nach tödlichem Unfall mit Radfahrerin
Westring: Kreisverkehr soll entschärft werden

Herford (WB). Seit zwei Wochen steht hier ein weißes Geisterfahrrad, zudem erinnern Blumen und Kerzen an die 27-jährige Radfahrerin, die im Oktober bei einem Verkehrsunfall getötet wurde. Jetzt wurde entschieden: Der Kreisverkehr Diebrocker Straße/Westring soll umgebaut werden.

Samstag, 16.11.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 16.11.2019, 10:46 Uhr
Im Oktober ist an diesem Kreisverkehr eine 27-jährige Radfahrerin von einem Lkw erfasst und getötet worden. Foto: Peter Schelberg

Das sei nach einem Ortstermin der Unfallkommission des Kreises Herford beschlossen worden, bestätigte Kreis-Pressesprecherin Petra Scholz auf Anfrage. Nach dem tragischen Geschehen hatte die Polizei den Kreisel zum Unfallschwerpunkt hochgestuft.

»Veralteter Ausbauzustand«

Am Donnerstag seien die Vertreter des Landesbetriebes Straßenbau NRW, der Stadt Herford und der Polizei unter Beteiligung der Bezirksregierung Detmold zu dem Ergebnis gekommen, »dass nur der Umbau des Kreisverkehrs Diebrocker Straße/Westring mit seinem derzeit veralteten Ausbauzustand geeignet ist, die Unfallhäufungsstelle dauerhaft zu entschärfen«.

Weil es hier um Landesstraßen geht, wird der Landesbetrieb die notwendige Umplanung übernehmen. Wann letztlich umgebaut werden kann, ist allerdings noch offen: »Einen zeitlichen Horizont kann die vor Ort zuständige Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe dazu noch nicht nennen. Sie geht die Vorbereitungen zur Umplanung aber umgehend an«, teilte Petra Scholz mit.

Ein den aktuellen technischen Vorgaben entsprechender Kreisverkehrsplatz werde dann eine andere bauliche Gestaltung des Innenrings aufweisen. Darüber hinaus müsse auch die Radverkehrsführung der anschließenden Bereiche geändert werden.

Sofortmaßnahme: Verkehrszeichen sollen versetzt werden

Als Sofortmaßnahme sollen einige Verkehrszeichen im Bereich der Seitenanlagen in den Randbereich versetzt werden. Je nachdem, wann die Ausbaumaßnahmen starten können, ist auch noch die Erneuerung von Markierungen vorgesehen. Diese Maßnahmen könnten laut Petra Scholz allerdings erst im Frühjahr umgesetzt werden, »da die ›Markierungssaison‹ bereits beendet ist«.

Für die beiden benachbarten Kreisverkehre im Bereich des Westrings, die vergleichbar gestaltet sind, biete sich ebenfalls ein entsprechender Umbau an, zumal der Kreisverkehr Enger Straße/Westring vor einigen Jahren bereits einmal Unfallschwerpunkt war. Dies sahen vor Ort auch die Vertreter der Unfallkommission so, die im Rahmen ihrer Möglichkeit, auch vorbeugend tätig zu werden, eine entsprechende Anregung an den zuständigen Straßenbaulastträger gerichtet haben.

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