26.000 Freistellungsaufträge unleserlich – Kunden sollen erneut unterschreiben
Wasserschaden trifft Sparkasse

Herford (WB). Auch das gibt es im digitalen Zeitalter noch: Ein Wasserschaden hat etwa 26.000 Freistellungsaufträge von Altkunden der Sparkasse Herford so schwer beschädigt, dass sie nun unbrauchbar sind. Um diese jetzt wieder herzustellen, bittet das Kreditinstitut die betroffenen Kunden um ihre Mithilfe. Sie sollen neue, mit den hinterlegten Daten ausgefüllte Formulare unterschreiben, damit der Freistellungsauftrag gültig bleibt. Entsprechende Schreiben hat die Sparkasse verschickt. Kundinnen und Kunden hätten mit Verständnis darauf reagiert.

Donnerstag, 07.11.2019, 07:47 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 08:50 Uhr
Mit diesem Schreiben bittet die Sparkasse betroffene Kunden, den ausgefüllten Freistellungsauftrag erneut zu unterschreiben. Ein Wasserschaden hatte die alten Formulare unleserlich gemacht.

»Betroffen sind Freistellungsaufträge, die bis Ende 1999 gestellt wurden«, erläutert Sparkassen-Sprecherin Marion Vaal. »Die Daten sind in unserer EDV korrekt verarbeitet, die Originale jedoch unleserlich geworden.« Mit Beginn des neuen Jahrtausends seien die Formulare dann digitalisiert, also nicht mehr ausschließlich in Papierform archiviert worden. Freistellungsaufträge stellen, so sagt es bereits der Name, Kapitalerträge von einer Besteuerung frei – maximal 801 Pro Kunde und Jahr. Sie gelten für alle Kapitalerträge, die bei dem Institut erzielt werden.

Mit frankiertem Rücksendeumschlag schicken

Etwa 26.000 dieser Formulare waren im Keller der Sparkassen-Filiale in Südlengern (Bünde) archiviert. Dort sorgte bereits vor längerer Zeit ein Wassereinbruch – nähere Angaben machte die Sparkasse nicht – für den kapitalen Schaden. Die Daten aller betroffenen Kunden mussten anschließend erneut auf Antragsbögen übertragen werden.

»Wir bitten Sie deshalb, den beigefügten Freistellungsauftrag zu unterschreiben und bis zum 2. Dezember an uns zurückzuschicken«, heißt es in dem Anschreiben, mit dem die Sparkasse die neu zu signierenden Formulare verschickt hat. Ein frankierter Rücksendeumschlag ist beigefügt.

Ausschließlich Altkunden betroffen

Da es sich ausschließlich um Altkunden handelte, folgte zudem dieser Hinweis: »Bitte nicht wundern. Der Freistellungsauftrag trägt das Datum 1. 1. 2007.« Das müsse so sein, da dies das Datum der letzten gesetzlichen Anpassung von Freistellungsaufträgen gewesen sei »und Ihr Freistellungsauftrag noch vor diesem Datum erteilt wurde«.

Zudem weist die Sparkasse darauf hin, dass die Kunden ihre Daten auch »online einfach und bequem ändern« könnten. Mitarbeiter würden dies bei Bedarf aber auch vor Ort in einer der Filialen erledigen. Und wer sich fragt, ob trotz Digitaltechnik ein solcher Fauxpas erneut auftreten könne, erhält ebenfalls eine Antwort: »Zur Beruhigung: Dank neuer Möglichkeiten werden seit einigen Jahren neue Dokumente bei uns digital gespeichert, so dass ein Schaden in dieser Form nicht mehr entstehen kann.« Die Sparkasse Herford hat nach eigenen Angaben etwa 150.000 Kunden.

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