Verhandlung vor dem Herforder Schöffengericht wird unterbrochen
Wegen Vergewaltigung angeklagt

Herford/Löhne (WB/bex). Weil er im Trennungsstreit seine Frau vergewaltigt haben soll, hat sich am Dienstag ein 51 Jahre alter Mann aus Löhne vor dem Herforder Schöffengericht verantworten müssen. Die Verhandlung wurde aber bereits nach kurzer Zeit unterbrochen.

Mittwoch, 06.11.2019, 12:26 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 12:28 Uhr
Wann die Verhandlung weitergeht, ist derzeit völlig offen.

Jetzt soll zunächst Auskunft bei der Justiz in Kasachstan eingeholt werden. Denn dort soll der Russlanddeutsche – so behauptet es zumindest seine gleichaltrige Frau – bereits einschlägig verurteilt worden sein und eine mehrjährige Haftstrafe abgesessen haben. Er soll in seinem Herkunftsland eine andere Frau vergewaltigt haben.

»Mein Mandant bestreitet das«, erklärt sein Verteidiger Dr. Tobias Diedrich aus Bad Oeynhausen. Das schriftlich vorliegende Urteil sei eine Fälschung, behaupte der 51-Jährige. Zudem beantragte der Angeklagte die Anhörung weiterer Zeugen.

Bis es zu einer erneuten Auflage des Prozesses kommt, werde es mindestens ein Jahr dauern, ist von Beteiligten zu hören. Der Austausch mit der Justiz in Kasachstan gestalte sich sehr schwierig. Von dort sei es nahezu unmöglich, gesicherte Informationen zu bekommen, so dass es noch nicht einmal sicher sei, dass es überhaupt in ferner Zukunft ein Urteil geben werde.

Neben der Vergewaltigung war eine versuchte Vergewaltigung angeklagt. Das Paar ist mittlerweile geschieden. Die beiden Kinder leben bei der Mutter, der Vater hat ein Umgangsrecht.

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