Scholl-Realschule gibt erstes Benefizkonzert zum Erhalt des Flügels
Von Tastentigern und Löwenschlafliedern

Herford (WB). Von Mozart bis Modern Gospel, von zehnjährigen Projekt-Chorsängern bis Vollprofis, von Sololeistung bis Doppelchor-Gospelpower reichte die Palette des Benefizkonzertes zur Sanierung des großen Steinway-Flügels am Mittwoch in der Aula der Geschwister-Scholl-Realschule.

Dienstag, 05.11.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 08:42 Uhr
Der Projektchor der Geschwister-Scholl-Schule, bestehend aus Schülern der 5. Klasse unter Leitung des Musiklehrers Hermann Bökamp, powerte »He’s got the whole world in his hand« in Begleitung des Steinway-Flügels.

Neben Köstlichkeiten für die Ohren servierte die Hauswirtschafts AG in der Pause Kulinarisches aus der Schulküche – ein rundum gelungener Abend, dessen Erlös der Erhaltung des In­struments zukommt.

Dynamische Bandbreite

Was wie ein Schlaflied eines Löwen beginnt und endet, ist alles andere als gemütlich. In »The Lion sleeps tonight« zeigte »Gospel Unlimited«, ein Gospelchor aus Bielefeld unter Leitung von Kai Lünnemann, seine dynamische Bandbreite von flüsterndem Piano bis rasendem Forte, unterstützt von sich steigernden Silbenrhythmen.

Gospel vom Ursprung bis zum Modern Gospel bot das Konzert in der Geschwister-Scholl-Schule. Der Projektchor der Schule, bestehend aus Schülern der 5. Klasse unter Leitung des Musiklehrers Hermann Bökamp, powerte »He’s got the whole world in his hand« in Begleitung des Steinway-Flügels. Noch genauer kam der wunderbare Klang des Instruments bei den drei Sololeistungen von Thomas Enns, Levin Werner, und Vanessa Würz zur Geltung.

Unterschied zwischen Steinway und Digitalklavier

Während Thomas die klare Brillanz mit Mozarts »Ah vous dirai« KV 265 darstellte, breitete Levin mit differenziertem Anschlag die Samtdecke des Flügels mit »Ballade pour Adeline« aus. Vanessa zeigte die Kontrastelemente des Flügels mit Charakterwechsel. Wie groß der Unterschied zwischen Steinway und Digitalklavier ist, wurde beim »Si,si,si« der »Happy Hospital Singers« ebenfalls unter Leitung von Kai Lünnemann deutlich.

Die Wärme, die Tragfähigkeit und die »Individualität« des Flügels wich zu Gunsten elektronischer Variationsfähigkeit, steuerbarer Power und guter Vereinbarkeit mit den beiden anderen Instrumenten, einem Schlagzeug und einem Bass.

2000 Euro Einnahmen und einige Großspenden

2000 Euro kamen an dem Abend zusammen, zudem gibt es bereits einige Großspenden. Allerdings fehlen immer noch etwa 10.000 Euro für die Flügel-Restaurierung.

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