Frank Goosen liest im Herforder Stadttheater aus seinem neuen Buch »Kein Wunder«
»Ein bisschen schubi, ein bisschen du«

Herford (WB). Es ist eine Ost-West-Geschichte mit Ruhrpott-Lokalkolorit, eine humoristische Zeitreise ins Jahr 1989, hinein in die Subkultur Westberlins und die Dissidentenszene im Osten: Frank Goosens Roman »Kein Wunder«, aus dem er am Donnerstag im Herforder Stadttheater gelesen hat.

Sonntag, 03.11.2019, 13:36 Uhr aktualisiert: 03.11.2019, 14:04 Uhr
Gesundheitlich etwas angeschlagen, sonst aber gut gelaunt las Frank Goosen am Donnerstagabend im Herforder Stadttheater aus seinem neuen Buch »Kein Wunder« – eine Ost-West-Geschichte, die hauptsächlich im Ruhrpott und in Berlin spielt. Foto: Thomas Meyer

Ein bisschen angeschlagen war der Autor und Kabarettist, hatte zuvor Lesungen absagen müssen. »Das ist ja hier wie in der Schule, als sei überall Kreidestaub«, hustete der Bochumer, behielt aber die ganze Zeit über seinen herrlich trockenen Humor und las charmant aus der Geschichte dreier Freunde aus dem Ruhrgebiet, die in Berlin, aber auch in Bochum und dazwischen so einiges erleben.

»Ich bin kein Esoteriker – aber bei sowatt geh' ich kaputt«

Fränge kann sich gleich zwei Freundinnen leisten, eine im Westen, eine im Osten von Berlin – die Mauer macht’s möglich. Schwieriger wird die Situation, als Brocki und Förster zu Besuch kommen, der etwas schwermütiger als die anderen ist und Gefallen findet an Rosa, dem Mädchen in Ost-Berlin.

Bekannt sind die Hauptfiguren aus dem Vorgängerbuch »Förster, mein Förster« Das Buch ist gespickt mit schrulligen Ost-Anekdoten. Das Cover ziert der Campingkocher »Juwel«, den der 53-jährige Goosen selbst einmal besessen und benutzt hat. »Auf der schlichten Verpackung stand das Abpackdatum: der 14. Februar 1989. Und auf den Tag genau 30 Jahre später erscheint mein Buch ›Kein Wunder‹. Ich bin kein Esoteriker – aber bei sowatt geh' ich kaputt«, sagte Goosen.

Goosen beantwortet auch Fragen des Publikums

Wortwitz gab es auch im Buch (»Ein bisschen schubi, ein bisschen du«), ergänzt um die Stimmen, die der Autor seinen Figuren verlieh, bis hin zum sächselnden Grenzer. Dazu erzählte Frank Goosen, wie das Bücherschreiben so war, was er sich dabei gedacht hat und beantwortete Fragen aus dem Publikum.

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