Trend aus dem Internet: Bunt gestaltete Steine tauchen in Herford auf
Bemalen, verstecken, finden

Herford (WB). Sie liegen auf Fensterbrettern, an Baumwurzeln und in den Sitz-Containern der Herforder City: bunt bemalte Steine, die nur einen einzigen Zweck haben sollen – dem Finder Freude zu bereiten.

Sonntag, 08.09.2019, 10:33 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 10:36 Uhr
Strahlendes Lächeln: »Stoney« ist auf einem Fensterbrett des Redaktionsgebäudes dieser Zeitung in der Brüderstraße in Herford aufgetaucht. Er wurde anschließend in der Herforder Innenstadt wieder auf die Reise geschickt. Foto: Heike Pabst

Angeblich stammt die Idee aus Amerika, setzte sich unter dem Namen »Küstensteine« in Norddeutschland fort, kam dann nach Westfalen . Im Internet begeistert die kreative Idee viele Menschen und hat auf Facebook zur Gründung mehrerer regional basierter Gruppen geführt.

Die Spielregeln der modernen Schnitzel-, nein, Kieseljagd sind einfach: Man bemale einen Stein, möglichst schön oder lustig, und setze ihn an einem öffentlichen Ort wieder aus. Verbuddeln gilt als eher schlechter Stil. Auf der Rückseite des Steins werden Anweisungen hinterlassen, zum Beispiel: »Foto machen, posten, neu verstecken«. Motivlich gibt es keine Vorgaben: Manche Steine tragen Gesichter, andere sehen aus wie Tiere, wieder andere sind abstrakte Kunstwerke.

Nicht auf Kühlerhauben oder in Supermärkten auslegen

Jetzt ist der Trend auch im Kreis Herford angekommen. An einem Fenster des Redaktionsgebäudes des HERFORDER KREISBLATTS in der Brüderstraße wurde am Freitagmorgen ein blau bemalter Stein mit strahlendem, wenn auch lückenhaftem Lächeln gefunden. Die Redaktion hat sich streng an die Anweisungen gehalten, das Exemplar »Stoney« getauft und in der Innenstadt wieder auf die Reise geschickt.

In der Facebook-Gruppe »NRWStones « war zu erfahren, dass unter anderem an Supermärkten in Bünde, Löhne sowie im Herforder Marktkauf Steine ausgesetzt worden sind. Allerdings, darauf weisen die erfahreneren Steinfreunde hin, sind Ladengeschäfte nicht ideal für die Aktion. »Keinen Stein dort ablegen, wo ihr ihn selbst nicht finden wollt – Kühltheke, auf Autos, Privatgelände«, steht in den Informationen der Gruppe zu lesen.

Farbe mit Klarlack schützen

Wo die Steine wieder auftauchen, überrascht häufig sogar diejenigen, die sie gestaltet und verteilt haben. Eine Herforder Teilnehmerin treibt die Idee der steinernen Weltreise allerdings auf die Spitze: Sie hat zwei »NRW Steine« als blinde Passagiere auf einem Kreuzfahrtschiff ins Mittelmeer entsandt. Einer davon trägt die Aufschrift »Herford verbindet«.

Damit die Steine ihre Bemalung möglichst lange behalten, erteilen die Gruppenbetreiber den Rat, Acrylfarbe, Fasermaler oder Nagellack zu benutzen und den Stein abschließend zu lackieren.

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