Stadt Herford kontert Kritik an Kosten für Spielplatzsanierung
»Holz faul, Schiff nicht zu retten«

Herford (WB/mor). Hohe Wellen hat die Kritik von Gerhard Niemann im Rathaus geschlagen: Der Architekt hatte die von der Verwaltung geplanten Kosten für die Spielplatzsanierung auf dem Linnenbauerplatz moniert.

Freitag, 06.09.2019, 20:20 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 20:30 Uhr
Das XXL-Holzschiff auf dem Linnenbauerplatz in Herford. Foto: Moritz Winde

Die Stadt will 190.000 Euro für ein neues Schiff samt neuem Fallschutz ausgeben. »Viel zu viel«, findet Niemann. Der 71-Jährige ist der Ansicht, das Boot sei für höchstens 2000 Euro zu reparieren.

Bauamtschef Peter Böhm reagierte auf die Aussage des Gebäudegutachters verärgert. »Die größten Schäden sind von außen doch gar nicht sichtbar. Das Holz der Unterkonstruktion ist so morsch und faul, dass darin kaum noch Schrauben halten.« Nach derzeitigem Stand sei das 2007 erbaute Spielgerät für den öffentlichen Betrieb nicht zu retten.

Böhm widerspricht außerdem der Behauptung, es habe keine regelmäßigen Wartungen gegeben. »Es wird fortlaufend repariert und ausgetauscht. Aber nach so vielen Jahren ist das Leben eines solchen Holzschiffes vorbei, das dieser extremen Belastung ausgesetzt ist.«

Deshalb schlägt die Verwaltung vor, 90.000 Euro in ein neues zu investieren. Etwa genau so viel kostet die Erneuerung des Fallschutzes. Statt Matten soll die Fläche diesmal aber komplett gegossen werden. Das Platten-System habe der Beanspruchung nicht stand gehalten, sagt Böhm.

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