Ausschuss berät Vorentwurf für das Baugebiet »Stedefreunder Straße/Im Obernholz«
Neustart mit anderer Verkehrsführung

Herford (WB). Bis zu 75 Wohneinheiten könnten im Stedefreunder Neubaugebiet entstehen. Nachdem Anwohner allerdings deutliche Kritik am Vorentwurf des Bebauungsplans »Stedefreunder Straße/Im Obernholz« geäußert hatten, legt die Verwaltung nun eine überarbeitete Fassung vor. Darüber soll der Bau- und Umweltausschuss am Mittwoch, 11. September, ab 17 Uhr im Rathaussaal beraten.

Montag, 02.09.2019, 12:00 Uhr
Ein Teil des von der Stadt geplanten Neubaugebietes liegt an der Straße »Im Obernholz« (Fläche rechts) – im Hintergrund verläuft die Stedefreunder Straße. Foto: Daniel Salmon

Änderungen gibt es insbesondere bei der Verkehrsführung: Das Grunderschließungskonzept bleibt in der Struktur ähnlich. Die Haupterschließung des geplanten Neubaugebietes wird aber in den Radien und der Breite der Straße so geführt, dass diese für landwirtschaftliche Fahrzeuge hindernisfrei genutzt werden kann.

Durchfahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge erlaubt

Zusätzlich erhält die Fahrbahn nördlich einen durchgehenden Parkstreifen, damit Fahrzeuge nicht auf der Straße geparkt werden. Südseitig soll ein durchgehendes Halteverbot angeordnet werden. Zudem wird die gesperrte Durchfahrt zur Straße »Im Obernholz« für landwirtschaftliche Fahr­zeuge erlaubt.

Per Computersimulation sei geprüft worden, dass Radien und Straßenführung eine Befahrbarkeit durch landwirtschaftliche Fahrzeuge ermöglichen. Dies betrifft auch die Neuanordnung der Bushaltestellen an der Stedefreunder Straße und die Einmündung der neuen Planstraße auf die Stedefreunder Straße. Durch die gesperrte Durchfahrt zur Straße »Im Obernholz« durch ein Durchfahrtsverbotsschild wird aber eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens für die Anwohner im Gebäude Stedefreunder Straße 307 erwartet.

Lage der Bushaltestellen wird neu geplant

Für die Stedefreunder Straße werden die Lage der Bushaltestellen und deren Erreichbarkeit neu geplant. Die Straße erhält einen verkehrssicheren Ausbauquerschnitt mit Fuß- und Radwegen sowie eine Mittelinsel, um die Geschwindigkeiten in den Ort zu drosseln. Die Bushaltestelle ist vom Baugebiet direkt fußläufig erreichbar. Die genaue Ausgestaltung des Ausbaus der Stedefreunder Straße wird im Bebauungsplanverfahren nicht geregelt.

Nicht geändert wird der Anschluss des Donopwegs an das innere Baugebiet, da der Donopweg über 50 Meter lang ist und bisher keine Wendeanlage hat. Hintergrund hierfür sind die Vorschriften der Berufsgenossenschaft der Müllabfuhr. So wurde von der Stadtreinigungsgesellschaft SWK eine Gefährdungsanalyse für das städtische Wegenetz erstellt, das bei den Abfalltouren zu bedienen ist.

Zu den Straßen, die nicht mehr bedient werden können, gehört auch der Donopweg. Die Anwohner müssten über eine längere Strecke am Tag der Müllabfuhr die Sammeltonnen zu einem Sammelplatz an der Kreuzung mit der Straße »Im Obernholz« bringen. Ebenso fordert auch die Feuerwehr, dass der Donopweg eine Wendeanlage oder eine Ausfahrt an das neue Baugebiet erhält.

Kita-Fläche entfällt

Auf die Festsetzung einer Gemeinbedarfsfläche für eine Kindertagesstätte wird verzichtet. Geplant ist die Möglichkeit der Unterbringung einer Kindergroßtagespflege und die temporäre Unterbringung einer Kita-Gruppe der Kita Stedefreund. Diese Unterbringung soll in einem neu zu bauenden Gebäude erfolgen, das als Wohnhaus genutzt werden kann. Grund: Der dauerhafte Bedarf für weitere Gruppen in Stedefreund wird vom Sozialdezernat als geringer angesehen wird als zu Beginn des Verfahrens.

Die Anzahl der Wohneinheiten erhöht sich durch den Wegfall der Kita. Hier sollen aber, um dem dörflichen Charakter stärker gerecht zu werden, eingeschossige Gebäude ausgewiesen werden. Aus dem geänderten Vorentwurf ergeben sich sechs Doppelhäuser und 27 Einfamilienhäuser.

Größerer Abstand der Neubebauung zum Bestand

Zudem ist der Abstand der Neubebauung zum Bestand vergrößert. Weiter werden die Mehrfamilienhäuser aus der Kuppenlage entlang der Stedefreunder Straße herausgenommen und direkt ins Innere des Gebietes an der Erschließungsstraße angeordnet. Die Gebäude in der erhöhten Lage an der Stedefreunder Straße werden nur eingeschossig ausgewiesen.

Derzeit wird eine Wärme- und Stromversorgung durch die Stadtwerke Herford über eine Energiezentrale geplant. Angestrebt wird eine »Autarkie« unter Berücksichtigung regenerativer Energieträger.

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