»Mein Sommer, meine Stadt«: Ende der Abendveranstaltungen, Start ins Kinderprogramm
Band »Cacto« schlägt leise Töne an

Herford (WB). Ebenso bemerkenswert wie das Ende der Abendveranstaltungen von »Mein Sommer, meine Stadt« war der Beginn des Kinderprogramms. Während die Band »Cacto« am Freitagabend zeigte, dass sommerliches Flair auf dem Gänsemarkt auch außerhalb des Hoekerfestes funktioniert, wartete die »Theaterwiese« am Sonntag mit unzähligen kreativen Ideen auf.

Sonntag, 04.08.2019, 18:17 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 18:20 Uhr
Ganz ruhig lässt es das Quartett »Cacto« um Sänger Juan Urruzola und Gitarrist Gilberto Moreno Ramos angehen. Gäste lauschen von eigens aufgestellten Sitzgelegenheiten und aus der Gastronomie. Das Konzert bildete den Abschluss der Abendveranstaltungen von »Mein Sommer, meine Stadt«. Foto: Thomas Meyer

»Wir spielen nur traurige Lieder«, sagte Cacto-Sänger Juan Urruzola gleich zu Beginn des Konzertes. Gewagt, zumal der Gänsemarkt voll war. In der Außengastronomie rund um Brauhaus, Eisbar, Quartier Lounge und Thai-Restaurant gab es keine freien Plätze mehr, die bequemen »Mein Sommer«-Liegestühle waren auch früh belegt. Aber Urruzola hielt Wort, stimmte mit seinen Weltmusikern aus Mexiko, Australien, Griechenland und Spanien gefühlvolle Lieder an, leise, gleichzeitig rhythmisch, musikalisch äußerst versiert. Gitarrist und Komponist Gilberto Moreno Ramos gab in den Stücken viel Raum zum Träumen und Treibenlassen. Urruzolas Einladung zum Tanzen verlangte dem Publikum dann aber etwas zu viel ab – das gab die Atmosphäre nun doch nicht her.

»Cacto« steht für die mexikanische Heimat

»Cacto« ist Spanisch für Kaktus, steht für die mexikanische Heimat von Ramos und erklärt die Klangfarbe, die vielen Einflüsse lateinamerikanischer Folklore und die gefühlsbetonten, melancholischen Erzählungen von Verlust und Liebe.

Die Verbindung zu Mexiko kam auch den Käferfreunden Herford um Thomas Wybierek gelegen, die zufällig auf dem Gänsemarkt gastierten und das Bild mit ihren acht Autos abrundeten. Schließlich wurde der VW Käfer dort noch lange nach dem Produktionsstopp hierzulande gebaut. So war es ein vielseitiger, rundum gelungener Ausklang des Straßenkulturprogramm für Erwachsene.

Vom Wolf und den sieben Geißlein

Am Sonntag erzählte und spielte Kerstin Wiese dann die Geschichte vom »Wolf und den sieben Geißlein«. Bei bestem Wetter hatten sich dutzende Kinder mit ihren Eltern auf dem Münsterkirchplatz eingefunden, um sich von den Ideen der Schauspielerin überraschen zu lassen – von lautem Ziegen-Gemecker über Niesen in der Mehlwolke und vielseitigem Spiel mit Handpuppen bis hin zu den einfachen, aber wirkungsvollen Requisiten, die allesamt in ihrem Umhang Platz fanden.

Schauspielerin Kerstin Wiese illustriert das Märchen vom »Wolf und den sieben Geißlein« mal mit Handpuppen, mal mit größeren Puppen und mal mit vollem Körpereinsatz – und authentischem Ziegen-Gemecker.

Schauspielerin Kerstin Wiese illustriert das Märchen vom »Wolf und den sieben Geißlein« mal mit Handpuppen, mal mit größeren Puppen und mal mit vollem Körpereinsatz – und authentischem Ziegen-Gemecker. Foto: Thomas Meyer

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