Fassaden-Gestaltung des Marta-Parkhauses: Andreas Jotzo schlägt Bepflanzung vor
Es grünt so grün

Herford (WB/pjs). Eine Gebäudebegrünung als Alternative zur geplanten künstlerischen Gestaltung der Fassade des Parkhauses Marta-Areal: Das schlägt Andreas Jotzo, Mitglied der Unabhängigen Wählergemeinschaft »Bürger für Herford« und Sprecher der Initiative »Gerechte Straße«, vor.

Freitag, 02.08.2019, 09:00 Uhr
Als Beispiel für »Living Walls« nennt Andreas Jotzo das begrünte Parkhaus N1 in Mannheim. Foto: Stadt Mannheim

Wie am 31. Juli berichtet , plant die Stadttochter WWS, die Fassade des Parkhauses hinter dem künftigen Intercity-Hotel gegenüber dem Marta mit einem Gewebe künstlerisch zu gestalten, damit die Hotelgäste nicht auf das Parkhaus blicken müssen und nicht durch die Scheinwerfer der Autos in ihren Zimmern geblendet werden. Für diese Umgestaltung seien etwa 90.000 Euro budgetiert, hatte die WWS mitgeteilt.

»Herford hat den Klimanotstand ausgerufen«

In seiner Stellungnahme erinnert Andreas Jotzo daran, dass Herford eine der ersten Städte war, die im Mai den »Klimanotstand« ausgerufen hat und sich damit quasi verpflichtete, alle städtischen Entscheidungen im Hinblick auf den Klimaschutz zu überprüfen: »Hier hätte die Stadt mit der WWS als städtische Tochtergesellschaft zeigen können, dass der ausgerufene ›Klimanotstand‹ keine reine Symbolik ist«, schreibt Jotzo.

»Man hätte nämlich die Fassade des Parkhauses begrünen können (zum Beispiel mit Moos und Pflanzen), wie es im Zuge der aktuellen CO2- und Klimadebatte immer mehr Städte machen. Damit hätte man einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Denn allein die Ausrufung des Klimanotstandes löst kein konkretes Problem.«

Begrünung als Beitrag zum Klimaschutz

Ein begrüntes und bepflanztes Parkhaus wäre seiner Ansicht nach ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und hätte dafür gesorgt, dass die Hotelgäste nicht auf ein Parkhaus blicken müssen. Zudem wäre eine begrünte Fassade ein Schutz vor blendenden Autos.

»Gebäudebegrünung – zum Beispiel mit ›Living Walls‹ – ist nicht nur ein Hingucker, sondern dient zudem als Hitze und Kälteschutz. Sie ist ein optisches Gestaltungselement, dient der Feinstaubbindung, der Lärmminderung (wovon die zukünftigen Hotelgäste profitieren würden) und sorgt für eine Kleinklima-Verbesserung«, so das BfH-Mitglied.

In die begrünte Fassade könnten zusätzlich noch unterschiedliche Kunstwerke eingearbeitet werden. Jotzo: »Damit hätte man dann nicht nur eine ›grüne Lunge‹ gegenüber dem Hotel erschaffen, sondern auch noch die Möglichkeit, etwas zu entdecken – Kunst im öffentlichen Raum, passend zum Marta.«

»Living Walls« für bessere Luft- und Aufenthaltsqualität

Zusätzlich würden »Living Walls« nicht nur die Luftqualität, sondern vor allem auch die Aufenthaltsqualität verbessern und neben Hotelgästen weitere Gäste zu einem Besuch und Innehalten anregen. Alles das wäre zudem auch mit dem geplanten Budget von 90.000 Euro realisierbar gewesen, schreibt Jotzo. Auch hier habe Herford »leider wieder einmal eine große Chance vertan«.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6821008?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Skigebiete im Sauerland stellen Weichen
Skifahrer sitzen auf einem Sessellift im Skigebiet Winterberg. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker