Autoinsassen schildern den Vorfall anders als der Polizeibeamte Polizist durch Schlag schwer verletzt

Herford (WB/ca). Ein Hundeführer der Herforder Polizei ist bei einem Einsatz am 13. Juli schwer verletzt worden. Er erlitt einen Bruch der Nase und der Augenhöhle und musste operiert werden.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

An jenem Abend war es in Herford in der Nähe des Westrings zum Streit zwischen zwei Familien gekommen, in dessen Verlauf es zu einer Körperverletzung gekommen sein soll. Bei der Fahndung nach den Tatverdächtigen fiel dem Hundeführer, der alleine unterwegs war, das Auto mit den mutmaßlichen Tätern auf.

Nach Polizeiangaben stoppte der Beamte den Wagen mit drei Insassen und forderte sie auf, sich bis zum Eintreffen der von ihm angeforderten Unterstützung ruhig zu verhalten. Nach Angaben des Hundeführers folgten zwei Männer seiner Anweisung, während der dritte sich geweigert haben soll. Die Situation eskalierte. Der Mann, nach unbestätigten Informationen ein früherer Boxer, soll dem Polizisten schließlich mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Beamte wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Polizist weiter dienstunfähig

Polizeisprecherin Simone Lah-Schnier sagte, der Hund habe dem Polizisten nicht zur Hilfe kommen können, weil der Hundeführer ihn nicht mit aus dem Wagen genommen habe. Der Polizist, angeblich ein früherer SEK-Beamter, wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen, ist aber weiter dienstunfähig. Die drei Autoinsassen schildern den Vorfall anders als der Polizeibeamte. Deshalb hat das Polizeipräsidium Bielefeld die Ermittlungen übernommen.

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