Suche nach langfristiger Lösung für Herforder Brauerei dauert an Warsteiner verhandelt weiter

Warstein/Herford (WB). Die Warsteiner-Gruppe mit ihren Töchtern Herforder und Paderborner hat sich im ersten Halbjahr in einem leicht schrumpfenden Biermarkt positiv entwickelt. Derweil läuft weiterhin die Suche nach einem Partner oder Käufer für die Herforder Brauerei , um den Standort und die 100 Arbeitsplätze »langfristig zu sichern«, wie Warsteiner-Sprecherin Sinje Vogelsang am Mittwoch dem WESTFALEN-BLATT sagte.

Von Oliver Horst
Der aus Herford stammende Christian Gieselmann führt die Warsteiner-Gruppe.
Der aus Herford stammende Christian Gieselmann führt die Warsteiner-Gruppe.

»Wir befinden uns in finalen Verhandlungen. Bis zu einer Entscheidung können aber noch einige Monate vergehen, weil wir mit Ruhe und Sorgfalt die beste Option wählen wollen.« Das sei auch dem aus Herford stammenden Sprecher der Warsteiner-Geschäftsführung, Christian Gieselmann, ein persönliches Anliegen. Schon zu Jahresbeginn war ein möglicher Verkauf an eine Standortgarantie und die Fortführung des Vertriebs der Biermarke im Kerngebiet geknüpft worden.

Auf die Hauptsorten konzentrieren

Herforder habe sich auch im ersten Halbjahr gut entwickelt, sagt Vogelsang. Das Sortiment sei gestrafft worden, um sich auf die Hauptsorten zu konzentrieren. Die Produktion von Herforder Alster, Alkoholfrei und Schwarzbier wurde eingestellt. Herforder Pils habe trotz einer weiteren Preiserhöhung im Frühjahr bei einem leichten Absatzrückgang seine starke Marktposition in OWL behauptet. Beim Maibock habe es einen leichten Zuwachs gegeben.

Auch die Paderborner Brauerei habe sich bei einer konsequent umgesetzten Preiserhöhung »gut geschlagen«. Der Absatz sei zwar leicht unter Vorjahr, liege aber voll im Plan. Mit der Halbliter-Dose sei die Billigmarke weiter klarer Marktführer im Tankstellenverkauf. Und der Kistenabsatz im Handel sei leicht gewachsen. Die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben habe das im März 2016 eingeführte »Paderborner Pilger«. Vogelsang: »Mit einem Anteil von inzwischen mehr als 30 Prozent ist es Marktführer bei den Landbieren in NRW.«

Geplante Preiserhöhung

Die Stammmarke Warsteiner steigerte derweil ihren Gesamtabsatz um 0,6 Prozent. Einem Plus von 3,1 Prozent im Inland stand wegen des scharfen Wettbewerbs in den Niederlanden und wetterbedingter Rückgänge in Italien ein Minus von 8,1 Prozent im Auslandsgeschäft gegenüber. Gieselmann sieht Warsteiner dank der Marktanteilsgewinne aber »auf gutem Kurs«. Eine Bewährungsprobe dürfte die für Oktober geplante Preiserhöhung werden.

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