Musik-Kontor zieht für acht Konzerte um – Rückkehr im späten Frühjahr
Vom Schiller ins Marta-Forum

Herford (WB). Marta und Musik-Kontor sind neue Partner: Der Kooperationsvertrag ist unterzeichnet, die Konzertbühne für die Künstler zieht vom Schiller ins Marta. Schon der erste Auftritt von Europas bestem Jazzflötisten, Magnus Lindgren, wird am 14. September im Forum des Museums sein.

Mittwoch, 03.07.2019, 08:00 Uhr
Das Schiller wird für die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Gebäude geschlossen. Das bedeutet für das Musik-Kontor, dass sämtliche Ton- und Lichttechnik abgebaut werden muss. Die neue Bühne ist – bis Dezember – im Marta-Forum. Foto: Moritz Winde

Seit der Gründung des Vereins 2012 ist die Bar an der Kurfürstenstraße der wichtigste Spielort für die 15 bis 20 Konzerte. Die Veranstaltungen des Musik-Kontors sind fast immer ausverkauft – 200 Besucher passen in den Club. Anfang März aber hat der Herforder Geschäftsmann Lars Uhlen, Chef des Pflegedienstes Bonitas, das Gebäude gekauft und will es komplett sanieren.

Ton- und Lichttechnik muss raus

In den oberen Geschossen sollen Appartements entstehen, die erste Etage soll für Büroräume genutzt werden. Die Räume der Schiller-Bar sollen in Teilen mit denen des ehemaligen Restaurants Nil – das schon lange geschlossen ist – zusammengeführt werden. Dafür muss das Musik-Kontor – zumindest vorübergehend – ausziehen.

»Wir sind sehr dankbar, dass wir jetzt mit dem Marta eine neue, wenn auch befristete Spielstätte für unsere Konzerte gefunden haben. Es war uns wichtig, während des Umbaus der Schiller-Bar in Herford zu bleiben«, sagte Vereinsvorsitzender Ralf Hammacher.

Das letzte Konzert sei vor 14 Tagen gewesen, derzeit würde die im Schiller fest installierte Ton- und Lichttechnik abgebaut werden. »Wir müssen ja alles rausräumen. Und während die Lichttechnik teilweise auch im Marta genutzt werden kann, muss aber die Tontechnik komplett eingelagert werden«, so Hammacher.

Kosten im fünfstelligen Bereich

Die Folge: Für jedes der acht Konzerte bis Dezember müsse das Equipment für den Sound angemietet und Personal für den Auf- und Abbau gebucht werden. Das kostet! Hammacher: »Wir liegen damit im fünfstelligen Bereich. Das tut richtig weh!«

Die Miete für das Marta-Forum käme noch hinzu, wenngleich die Geschäftsleitung dem Verein entgegengekommen sei. Museumsdirektor Roland Nachtigäller sagte: »Gern haben wir unser Forum zur Verfügung gestellt. Außerdem planen wir für jedes Konzert, uns mit besonderen Aktivitäten einzubringen.« Ein einziges Konzert – mit der Gruppe »Fatcat« – wird am 13. Dezember im Mindener Jazz-Club sein.

Sponsoren bleiben erhalten

Auch die Sponsoren halten dem Kontor die Treue: »Alle werden ihr bisheriges Sponsoring beibehalten. Das freut uns um so mehr, weil es ja im ersten Halbjahr 2020 gar keine Konzerte geben wird.« Man rechne mit dem Einzug ins neue Schiller im späten Frühjahr. Denn auch das ist eine gute Nachricht für alle Musikfreunde und Fans der Szene: Lars Uhlen habe zugesichert, dass der Verein in die umgebaute Bar zurückkehren kann.

Hammacher: »Unsere Konzerte und die Künstler sind immer eine gute Werbung für die Bar gewesen. Die Besucher kommen aus einem Umkreis von 150 Kilometern.« Und es habe Musiker gegeben, die nur einmal in Europa aufgetreten seien: beim Musik-Kontor in Herford! Hammacher nennt das amerikanische Jazz-Quartett »Fourplay« – dafür seien sogar Besucher aus Rumänien bis in die Hansestadt gereist.

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