Gruppe aus Sport, Politik und Wirtschaft besichtigt Eishalle in Iserlohn
Modernisieren oder neu bauen?

Herford (WB/lak). Als »Riesenschritt für den Herforder Eishockey-Verein« bezeichnet der Vorsitzende Uwe Johann den Besuch einer 24-köpfigen Delegation aus Sport, Verwaltung, Politik und Wirtschaft in der Eishalle Iserlohn.

Dienstag, 02.07.2019, 10:00 Uhr
Großes Aufgebot: 24 Vertreter aus Herford, darunter Bürgermeister Tim Kähler, haben sich die Eishalle in Iserlohn angeschaut und über das Betreibermodell informiert. Nicht zuletzt Sitzplätze wie im Hintergrund fehlen dem Herforder EV. Foto: Stadt Herford

Im Zuge der Diskussion um eine neue Eishalle in Herford informierten sich unter anderem Bürgermeister Tim Kähler, Mitglieder des Sportausschusses, des Stadtsportverbands und Vertreter von vier Ratsfraktionen über das dortige Betreibermodell. Die Halle fasst 5000 Zuschauer, davon etwa die Hälfte Sitzplätze und 700 VIP-Plätze. »Besonders beeindruckend finde ich die Selbstverständlichkeit, mit der alle in Iserlohn zum Eishockey stehen«, ist Johann beeindruckt. »Der allgemeine Konsens war, dass in Herford etwas passieren muss«, fasste der HEV-Chef zusammen.

Halle genügt Ansprüchen für Oberliga nicht

Wie berichtet, beklagt der Meister der Eishockey-Regionalliga in der Halle Im Kleinen Felde fehlende Sitzplätze, fehlende Catering-Einnahmen und fehlende Infrastruktur wie Umkleiden und Parkplätze. Zweimal in Folge gewann der HEV zuletzt den Titel, aber weil die 40 Jahre alte Eissporthalle den Ansprüchen der Oberliga nicht genügt, verzichtete der Verein auf den Aufstieg.

Die Halle hat nur eine Eisfläche, was die Nutzung für die Eisläufer der TG Herford und für die Eishockeyspieler seit Jahren erschwert. Sie verfügt über etwa 1000 Stehplätze und ist nicht barrierefrei. »Wir müssen entscheiden, wie es zukünftig weitergeht mit Eishockey und Eislaufen in Herford. Wir werden prüfen, welche Optionen wir haben: Sanierung der jetzigen Halle oder Neubau. Wie hoch ist der Investitionsbedarf der jetzigen Halle, was kostet ein Neubau? Das müssen wir nebeneinander legen und zusammen mit der Politik eine Entscheidung treffen. Wir wollten uns vor Ort einen Eindruck verschaffen, deshalb war dieser Ausflug für uns alle genau richtig«, wird Bürgermeister Tim Kähler in einer Mitteilung der Stadt Herford zitiert.

HEV-Vorsitzender favorisiert einen Neubau

HEV-Vorsitzender Uwe Johann macht keinen Hehl daraus, dass er einen Neubau favorisiert: »Eine Modernisierung wäre sehr teuer und setzt enge Grenzen in der weiteren Entwicklung. Eine neue Halle bietet viel größere Möglichkeiten. Das müsste dann aber auch in den nächsten zwei, drei Jahren geschehen.«

Einen Appell richtet Johann zudem an die heimische Wirtschaft: »Da muss deutlich mehr investiert werden. Im Vergleich zu unseren Konkurrenten in der Regionalliga ist da noch sehr viel Luft nach oben.«

Eisporthalle in Iserlohn wurde 1971 eröffnet

Die Eisporthalle in Iserlohn wurde 1971 eröffnet und 2007 erweitert und modernisiert. Sie hat außerdem zwei Eisflächen und ist die Heimat der Roosters, die seit Jahren in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielen.

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