Bei Patientenbehandlung im Klinikum Herford tritt Phosphorwasserstoffgas aus
Giftalarm: Notaufnahme evakuiert

Herford (WB/bex/cm). Wegen eines Giftalarms ist am Sonntagabend die Notaufnahme des Klinikums vorübergehend evakuiert worden.

Montag, 01.07.2019, 10:41 Uhr aktualisiert: 01.07.2019, 16:58 Uhr
Die Zentale Notaufnahme des Klinikums wurde Sonntagabend kurzzeitig evakuiert. Foto: Christian Müller

Nach Angaben des Klinikums war ein älterer Mann aus Herford-Herringhausen nach dem Notruf seiner Frau in das Klinikum eingeliefert worden. Er soll – offenbar in Suizidabsicht – Wühlmausgift geschluckt haben. Im Schockraum der zentralen Notaufnahme wurde beim Abpumpen des Mageninhaltes ein starker Geruch festgestellt. Im Kontakt mit Wasser bildet das Gift Phosphorwasserstoffgas, das bei Austritt in die Umgebungsluft einen starken Geruch verströmt und zu Atemreizungen führen kann. Deshalb wurde die Notaufnahme evakuiert, das Klinikum verständigte um kurz nach 21 Uhr die Feuerwehr.

ABC-Zug der Feuerwehr vor Ort

Etwa 50 Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache, der ABC-Zug des Löschzuges Mitte und die Löschgruppe Diebrock waren vor Ort. In Kontakt mit der Person waren die Notarztbesatzung (2), die Rettungswagenbesatzung (2), das Klinikpersonal im Schockraum (2), das Personal der Notaufnahme (2) und vier Patienten in der Notaufnahme. Alle wurden überprüft und ohne Verletzungen und Befunde entlassen. Messungen hätten keine erhöhten Gaswerte ergeben.

»Die Notaufnahme war etwa eine Dreiviertelstunde evakuiert, aber auch während dieser Zeit wurden selbstverständlich Patienten behandelt«, erklärte Kliniksprecherin Monika Bax.

Der Mann konnte nicht mehr gerettet werden, er starb im Klinikum.

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Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de . Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/adressen/

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