Neue Betreiber basteln an Konzept – Herforder Disco schließt für zwei Monate
High Club bald wieder Go Parc?

Herford (WB). Noch wird im High Club gefeiert, doch das könnte sich schon bald ändern: Die neuen Betreiber wollen die Herforder Großdisco offenbar wieder umbenennen. Nach der Sommerpause wollen sie ein Konzept vorstellen, mit dem an alte, erfolgreiche Go-Parc-Zeiten angeknüpft werden soll.

Samstag, 22.06.2019, 07:07 Uhr aktualisiert: 22.06.2019, 07:20 Uhr
Seit 1985 werden unter dem Parkhaus am Innenstadtring in Herford rauschende Partynächte gefeiert. Zuletzt war der High Club allerdings in Schieflage geraten. Mit einem neuen Konzept wollen die neuen Betreiber zurück in die Erfolgsspur. Foto: Moritz Winde

Erstmals äußert sich Carsten Kohrs öffentlich zu seinem Engagement an der Wittekindstraße. »Nachdem wir das Objekt einige Wochen betreiben, können wir sagen, dass großes Potenzial in der Diskothek steckt. Wir hatten bereits einige Öffnungstage, an denen wir an unsere Kapazitätsgrenzen gelangt sind.«

Nach Angaben des Herforder Ordnungsamtes passen maximal 1500 Gäste in die Disco.

Kohrs (42) ist Gesellschafter der RK Handels & Event GmbH und der neue High-Club-Chef. Im Gespräch dieser Zeitung sagt der Geschäftsführer weiter: »Wir haben aber auch festgestellt, dass es viele Punkte gibt, die massiv verbessert werden müssen. Deswegen wird das neue Team radikale Veränderungen durchführen.«

An seiner Seite steht Jochen Roesler. Der 32-Jährige war bis 2015 Go-Parc-Manager, ist heute bundesweit als Veranstalter aktiv und hält regelmäßig Expertenvorträge für den Bundesverband deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe (BDT).

Vorerst letzte Party am 13. Juli

Konkreter will Kohrs nicht werden, der in Bielefeld und Paderborn die Bowling-Center »Strike« betreibt. Nach Informationen dieser Zeitung soll der Relaunch – also die Rückkehr zum Go Parc – allerdings wesentlicher Bestandteil des neuen Plans sein. Rechtlich soll dies kein Problem sein.

So ganz konnte sich der Club ohnehin nie vom alten Namen trennen. Die Homepage ist nach wie vor erreichbar, Nutzer werden automatisch auf die High-Club-Seite weitergeleitet.

Carsten Kohrs sagt, derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Diskothek wieder zur Nummer eins der Region zu machen. »Dafür werden wir hoch motivierte Leute einstellen, einige Bereiche verschönern und nach der Sommerpause mit einem attraktiven Konzept an den Start gehen.«

Um eine Strategie entwickeln zu können, wird die Diskothek erstmals seit langer Zeit vorübergehend geschlossen. Am Wochenende 12./13. Juli werden an der Wittekindstraße die letzten Parties gefeiert, Mitte September soll der High Club wieder eröffnen – vielleicht dann ja schon als Go Parc.

Ex-Betreiber musste Insolvenz anmelden

Carsten Kohrs: »Alle unsere Gäste können sich auf tolle Parties, hochkarätige Bookings und eine Atmosphäre freuen, bei der jeder willkommen ist.« Der 42-Jährige will den Discobetrieb also auf jeden Fall weiterführen – trotz der allgemeinen Schwierigkeiten in der Branche.

Wie hart das Geschäft ist, musste Vorgänger Michael Büter erfahren. Der langjährige Discochef musste am 11. Juni am Amtsgericht Bielefeld Insolvenz mit seiner Hype Nightlife GmbH anmelden.

»Es ist wirklich bitter. Wir waren einmal die beste Disko­theks Deutschlands. Doch in den letzten Monaten ist die wirtschaftliche Situation wie in einer Spirale immer schwieriger geworden. Jetzt muss ich mir einen neuen Job suchen«, sagt der 55-Jährige.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6710870?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Nullnummer beim Kramer-Debüt
Torwart Stefan Ortega hielt in der Schlussphase den Bielefelder Punkt fest.
Nachrichten-Ticker