Ausschuss bespricht unter anderem Pläne für den Eingangsbereich der VHS
»Am Gange« wird modernisiert

Herford (WB). Die Straße Am Gange dient vielen Passanten als Weg zwischen Münsterkirchplatz und Linnenbauerplatz. Jetzt soll der Bereich neben dem VHS-Gebäude neu gestaltet werden.

Donnerstag, 06.06.2019, 13:08 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 13:56 Uhr
Die gestrichelte Linie zeigt den Bereich, der modernisiert werden soll. Die Bauverwaltung will unter anderem den Eingangsbereich der VHS und die dortigen Grünanlagen neu gestalten. Zudem soll die Beleuchtung verbessert werden. Foto: Stadt Herford/Montage: Kathrin Fischer

Die Mitglieder des Bauausschusses beschäftigen sich in der Sitzung am Donnerstagabend mit den Plänen. »Historisch handelt es sich um eine sehr bedeutende Wegführung des alten Herforder Stiftes zur Mühle an dem ehemaligen Flusslauf der Bowerre«, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Größter Anlieger an der Straße Am Gange ist seit 1983 die Volkshochschule (VHS) des Kreises Herford. Die VHS befindet sich in einem denkmalgeschützten dreigeschossigen Backsteinbau von 1896, dessen historischer Eingangsbereich an der Elisabethstraße liegt. Der einzige barrierefreie Eingang befindet sich seitlich, zur Straße Am Gange.

»Eher Charakter eines Hinterhofs«

Weil an der Straße mehrere Parkplätze liegen, die zu den Geschäften am Gehrenberg oder zu den dortigen Wohnhäusern gehören, habe der Bereich derzeit eher den Charakter eines Hinterhofs, heißt es in der Vorlage zur Bauausschuss-Sitzung.

Das Pflaster sei an einigen Stellen kaputt, es gibt Stolperkanten und eine barrierearme Querung für Fußgänger und Radfahrer sei kaum möglich.

Um die Qualität des Platzes zu verbessern, wurde ein barrierefreies Gestaltungskonzept entwickelt. Dies sieht unter anderem eine Neugestaltung des Eingangsbereichs der Volkshochschule vor. Zudem sollen die vorhandenen Grünflächen aufgewertet und die Beleuchtung verbessert werden.

Kein weiterer Platz nötig?

Die Stadt hat im Rahmen des ISEK-Programms eine Förderzusage in Höhe von 312.000 Euro erhalten. Die Verwaltung schätzt die Baukosten auf 525.000 Euro. Die weitere Ausarbeitung der Planung bis zum Entwurf wurde an das Herforder Büro Feld und Nikulski vergeben.

Im Beirat für Stadtbildpflege wurde das Projekt bereits vorgestellt. Dort war im Zusammenhang mit der Straße Am Gange von einer »platzähnlichen Fläche« die Rede. Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung des Beirats soll deutlich gesagt worden sein, dass Herford keinen weiteren Platz benötige. Die Stadt verfüge bereits über eine Vielzahl innerstädtischer Plätze. Vielmehr soll die Straße als Durchgang zwischen Linnenbauerplatz und Münsterkirchplatz ansprechend gestaltet werden.

Kommentar

Als der Linnenbauerplatz neu gestaltet wurde, sollte als nächste Baumaßnahme die Straße Am Gange modernisiert werden. Das ist jetzt zehn Jahre her. Die Stadt hatte in der Zwischenzeit das ISEK-Programm angestoßen und dort wurde die Straße zwischen Linnenbauerplatz und Münsterkirchplatz als nachrangig betrachtet. Es ist gut, dass die Stadt diesen Bereich nun anpackt. Eine Platzgestaltung benötigt die Stadt hier nicht. Es gibt genügend Plätze in der City. Aber eine ordentliche Gestaltung der Straße ist dringend geboten. Ralf Meistes

 

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