Nach 18 Jahren: Sportler aus Sartrouville kommen Pfingsten nach Herford
Wiedersehen mit französischen Freunden

Herford (WB). 18 Jahre haben sie sich nicht gesehen, nicht in den Arm genommen und gedrückt. Um so größer ist die Vorfreude bei Sigrid Gießelmann, dass die seit 1967 bestehende Freundschaft mit dem AC Sartrouville Pfingsten wieder auflebt.

Dienstag, 04.06.2019, 12:00 Uhr
Lang ist’s her: Organisatorin Sigrid Gießelmann (66) hat viele Berichte aus den Zeitungen über die Treffen mit den Sportlern des AC Sartrouville aufbewahrt. Foto: Lars Krückemeyer

Die Gäste aus dem Pariser Vorort, zwölf Kilometer von Notre Dame entfernt, werden am Samstag, 8. Juni, morgens mit dem Zug zum großen Wiedersehen am Herforder Bahnhof erwartet. »Bei der Fußball-WM ist den Franzosen die Idee gekommen, uns nach 2001 wieder zu besuchen«, sagt Organisatorin Sigrid Gießelmann.

Begonnen hatte die Geschichte mit einer zufälligen Begegnung bei einem Fußballturnier in Halle. Erste Kontakte knüpften Sportler des SuS Herford. Schon ein Jahr später begann der Austausch.

Pionierin im Frauenfußball

Die 66-jährige Herforderin leistete in den 70er und 80er Jahren als Spielerin beim HSV Borussia Friedenstal Pionierdienst in Sachen Frauenfußball. »Der war ja erst 1970 offiziell erlaubt«, erinnert sie sich an die Anfänge.

Doch zurück zur Sportfreundschaft mit dem AC Sartrouville, die auch ohne offizielle Städtepartnerschaft aufblühte – Voiron war dem 1966 offizielle zuvorgekommen. Fußballer von Borussia Friedenstal und Radsportler des RSV Wittekind schlossen sich dem deutsch-französischen Sportaustausch an.

Party in Herringhausen

Dass die regelmäßigen Besuche Anfang des Jahrtausends »einschliefen«, hatte einen traurigen Grund, wie Gießelmann berichtet: »Der Sohn des französischen Organisators war ein erfolgreicher Radprofi, als er überraschend starb. Da hatten unsere Freunde von heute auf morgen andere Sorgen, als das nächste Treffen zu planen.«

Die Gastgeber mit den Angehörigen der Familien Gießelmann, Hoppstädter, Sieker und Pöppel werden sich an Pfingsten ordentlich revanchieren. Sie haben die 28 Franzosen auf Gut Bustedt einquartiert, Rundgänge, Brauereibesichtigung, Einkaufsbummel und eine Wiedersehensparty im Herringhauser Sportlerheim organisiert.

 

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