Für Ende 2018 wurde ein vorläufiges Defizit in Höhe von 815.048 Euro ermittelt
Rettungseinsätze sollen teurer werden

Herford (WB/kop). 815.048 Euro – so hoch ist das vorläufig ermittelte Defizit für den Krankentransport und die Notfallrettung in der Hansestadt Herford zum 31. Dezember 2018. Auf Grundlage dieser Zahl werden sich der Haupt- und Finanzausschuss (12. Juni) und der Rat (14. Juni) in den Sitzungen mit der Gebührensatzung für Notfallrettung und Krankentransport beschäftigen.

Montag, 03.06.2019, 07:00 Uhr
Die Kosten für den Rettungsdienst in Herford steigen. Die Stadt möchte deshalb die Gebühren anheben. Foto: dpa

Bereits das Jahr 2015 ist mit einem Defizit von 311.266 Euro abgeschlossen worden. Eine Gebührenanpassung zum 1. Januar 2016 brachte zwar einen Überschuss in Höhe von rund 28.000 Euro, was aber bei Weitem nicht zum Ausgleich des Defizites reichte. Eine erneute Erhöhung folgte zum 1. Juli 2017. Das Minus sollte innerhalb von zwei Jahren ausgeglichen werden. Aber auch das gelang nicht. Für 2017 wurde ein Defizit in Höhe von 320.512 Euro berechnet. In der Ausschussvorlage werden folgende Gründe benannt: geringer ausgefallene Gebühreneinnahmen, gestiegene Personalkosten, die Anschaffung eines neuen Rettungswagens und gestiegene Anforderungen aus der Notfallsanitäterausbildung.

Private Anbieter bedeuten höhere Kosten

Für 2018 wurde eine Finanzierungslücke in Höhe von 238.079 Euro ermittelt. Ein Grund hierfür ist, dass durch hohe Personalfluktuation für den Rettungsdienst private Anbieter hinzugezogen werden mussten. Das bedeutete eine Kostensteigerung. Auch im laufenden Jahr werden bis heute private Anbieter eingesetzt, zudem sieht unter anderem das Klinikum eine Erhöhung der Gebühren für die Notarztgestellung vor. Es wird mit jährlichen Kosten in Höhe von 796.693 Euro gerechnet. Die Gebühr pro Einsatz steigt damit von 172 auf 252 Euro. Mehrkosten entstehen außerdem unter anderem durch neue Schutzkleidung, mehr Verbrauchsmittel durch höhere Einsatzzahlen sowie Aus- und Weiterbildungsbedarfe.

Die neue Satzung sieht unter anderem folgende Neukalkulation der Gebühren zum 1. Juli vor: Krankentransport: Grundgebühr 226 Euro (bisher 168 Euro), je Kilometer 97 Cent (bisher, 1,41 Euro); Rettungswagen: Grundgebühr 342 Euro (bisher 275), je Kilometer 2,64 Euro (bisher 1,59 Euro); Notarzteinsatzfahrzeug: Grundgebühr 496 Euro (bisher 383 Euro), je Kilometer 7,73 Euro (bisher 4,29 Euro). Das Defizit einschließlich des vorläufig ermittelten Betrags für 2018 soll in zweieinhalb Jahren abgebaut werden.

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