120 Berufe auf der Ausbildungsplatzbörse am 15. und 16. Mai
Was will ich werden: Game-Designer oder Polizist?

Herford (WB). Den Gärtner kennen sie alle. Auch den Polizisten oder den Dachdecker. Aber was muss ein Jugendlicher mitbringen, um sich für die Ausbildung in diesen Berufen zu bewerben? Die Ausbildungsplatzbörse am 15. und 16. Mai wird über all diese und andere Fragen informieren.

Donnerstag, 09.05.2019, 04:00 Uhr
Vertreter der Kooperationspartner und Sponsoren, der Stadt Herford und der Wirtschafts-förderung: Sie bewerben die 14. Ausbildungsplatzbörse mit 84 Ausstellern, die am 15. und 16. Mai über viele Berufe, Lehre und Studium informieren werden. Foto: Bärbel Hillebrenner

Max Brakhage ist 18 und im ersten Lehrjahr beim Küchenhersteller Poggenpohl. Schon als kleiner Junge liebte er das Holz – kein Wunder, war sein Vater doch Tischler. »Für mich stand früh fest, dass ich mit Holz arbeiten wollte«, sagt der Auszubildende, der die Gemeinschaftsschule in Hohenhausen besucht hat und nun Holzmechaniker wird.

Über den Tellerrand schauen

Dustin Diekmann hat seine Ausbildung vor über zwei Jahren bei der Sparkasse Herford begonnen. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, sich über die Vielzahl der Berufe sachkundig zu machen. »Ich wusste nicht genau, was ich nach meinem Abi machen sollte. Auf der Ausbildungsplatzbörse wurde dann mein Interesse für den Bankkaufmann geweckt. Und nun bin ich im dritten Lehrjahr«, sagt der 20-Jährige. Er empfiehlt, sich nicht nur auf einen Berufswunsch zu fixieren, sondern über den Tellerrand hinauszuschauen.

Beide, Brakhage und Diekmann, stehen nun selbst am Stand ihrer Arbeitgeber, wenn nächste Woche mehrere hundert Schüler in den Güterbahnhof kommen, wo 120 Ausbildungsberufe und Studienangebote präsentiert werden – zum 14. Mal und mit steigender Nachfrage der Aussteller. »Wir mussten einigen absagen, der Platz im Güterbahnhof hätte nicht gereicht«, sagt Wirtschaftsförderer Dieter Wulfmeyer.

84 Aussteller aus der Region

Nun kommen 84, die meisten aus der Region. An zwei Tagen, Mittwoch und Donnerstag, wollen sie mit den jungen Leuten ins Gespräch kommen. Denn das persönliche Kennenlernen ist auch den Unternehmen wichtig. »Die Schüler sollen nicht durch die Halle pesen und Kugelschreiber abgreifen«, meint Christian Eder vom Zunftbekleidungshersteller FHB. Ein Angebot wie die Ausbildungsplatzbörse solle sinnvoll genutzt werden.

Dennoch laufen heutzutage viele Bewerbungen auch über die sozialen Medien. »Die Jugendlichen nutzen alle Kanäle und wir bieten es an. Da brauchen die Bewerbungen nicht mal ein Anschreiben«, sagt Frank Oberschelp von Westfalen Weser Energie.Doch betreten die Jugendlichen mit der Lehre eine neue Welt. »Die berufliche Entscheidungsfindung ist ein wichtiger Prozess, bei dem auch die Eltern ihre Kinder begleiten werden«, sagt Bürgermeister Tim Kähler. Deshalb sind die Öffnungszeiten der Börse nun auch erstmals an beiden Tagen in die Abendstunden gelegt worden: von 17 bis 20 Uhr.

Praktikum, Lehre, Studium – es gibt unendliche Möglichkeiten und eine Vielzahl an Berufswegen. Das weiß auch Antonia Kistner. Die 20-Jährige hat nach dem Abi am Friedrich-List-Berufskolleg erst ein Studium begonnen. »Das war nichts für mich, ich habe es abgebrochen.« Heute macht sie eine Lehre zur Industriekauffrau beim Modeunternehmen Brax. Auch sie wird darüber im Güterbahnhof berichten.

Weitere Informationen über Aussteller und Berufe gibt’s hier.

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