SPD-Verkehrspolitiker Mohning hält Ausbau an Gleis 5 für halbherzig
»Investieren, aber richtig«

Herford (WB/bex). Seit zwölf Jahren pendelt Manfred Mohning zur Arbeit nach Bielefeld. »Die Verbindungen sind gut und pünktlich«, lobt der Verwaltungsangestellte der Polizei die Bahn. Was derzeit an Gleis 5 passiert, lässt den Herforder Verkehrspolitiker der SPD jedoch die Stirn runzeln.

Sonntag, 05.05.2019, 11:21 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 11:24 Uhr
SPD-Verkehrspolitiker Manfred Mohning kann nicht verstehen, warum der Bahnsteig an Gleis 5 (links) nicht auf der gesamten Länge ausgebaut wird wie etwa an Gleis 6 (rechts). Der Bahnsteig an Gleis 5 wird derzeit für den RRX verlängert. »Wer sagt denn, dass nicht in wenigen Jahren noch längere Züge hier halten«, sagt Mohning. Dann müsse erneut gebuddelt werden. Foto: Bernd Bexte

Bahnsteig wird für Rhein-Ruhr-Express verlängert

Wie berichtet, wird der dortige Bahnsteig auf 220 Meter verlängert, damit dort ab Jahresende die neuen Züge des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) auf der Zubringerlinie 6 (Bielefeld-Minden) halten können. Dazu wird derzeit an beiden Bahnsteigenden gebaut. »Ich verstehe nicht, warum die Bahn den Bahnsteig nicht auf die gleiche Länge verlängert wie etwa das gegenüberliegende Gleis 6«, fragt sich Mohning.

Als zu Beginn des Jahrzehnts die Bahnsteige saniert worden seien, habe es geheißen: »Gleis 5 wird stillgelegt.« Jetzt werde der Bahnsteig zum zentralen Haltepunkt für den RRX. »Und wer sagt denn, dass nicht in wenigen Jahren noch längere Züge hier halten und dann muss hier erneut gebuddelt werden.«

»Züge sind schon jetzt immer proppevoll«

Schließlich seien – gerade wegen der guten Verbindungen Richtung Bielefeld – die Züge schon jetzt immer »proppevoll«. »Wenn man hier investiert, dann sollte man es doch richtig machen«, meint Verkehrspolitiker Mohning.

Martin Nowosad, der auch für Herford zuständige Bahnhofsmanager, kann ihm da wenig Hoffnung machen. »Das Landesprogramm sieht eine Finanzierung von weiteren Bahnsteigverlängerungen nicht vor.« Zudem sei zu bedenken, dass neben der einmaligen Investition in den Bau später dauerhaft Unterhalt und Pflege zu Buche schlügen. »Und das ist auf lange Sicht teurer.«

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