Grünen-Bundeschef liest in Herford – und erfüllt jede Menge Fotowünsche – mit Video Ein Selfie mit Robert Habeck

Herford (WB). »Hallo, ich bin der Robert«, sagt Robert Habeck, schnappt sich das Handy und drückt auf den Auslöser. Der Grünen-Bundesboss hat am Montagabend in Herford vor 300 Leuten aus seinem aktuellen Buch »Wer wir sein könnten« gelesen – und jede Menge Selfies gemacht.

Von Moritz Winde
Bitte recht freundlich: Bettina Nollmann aus Spenge mit Grünen-Chef Robert Habeck im pickepackevollen Lutherhaus in Herford. Trotz seiner Popularität zeigt sich der Spitzenpolitiker sehr nahbar und erfüllt jeden Fotowunsch.
Bitte recht freundlich: Bettina Nollmann aus Spenge mit Grünen-Chef Robert Habeck im pickepackevollen Lutherhaus in Herford. Trotz seiner Popularität zeigt sich der Spitzenpolitiker sehr nahbar und erfüllt jeden Fotowunsch. Foto: Moritz Winde

Bettina Nollmann ist glücklich. »Wow, ein echt charismatischer Typ. Das Foto rahme ich mir ein«, sagt die Spengerin und lacht. Gerade eben hat Robert Habeck neben ihr Platz genommen und mit ihr ein kurzes Pläuschchen gehalten.

Den frischen Star auf der großen Polit-Bühne – der gebürtige Lübecker ist seit Januar 2018 Chef der Umweltpartei – hätten gerne noch viel mehr Menschen live gesehen. »Die Tickets waren ruckzuck weg. Wir hätten sicher noch hunderte weitere abgeben können«, sagt Herbert Even von den Herforder Grünen, die neben der Kirchengemeinde Herford-Mitte und der evangelischen Erwachsenenbildung die Veranstaltung organisiert hatte.

Anna-Lena Strakeljahn, Bildungsreferentin der Erwachsenenbildung sagt: »Wir haben lange überlegt, in den Schützenhof umzuziehen. Doch dafür hätten wir Miete zahlen müssen. So müssen wir nur die Technik aufkommen.« Der Referent nehme keine Gage. Daher sei der Eintritt auch frei.

Spitzenpolitiker reist ohne Personenschützer

Robert Habeck, in lässiger Blue-Jeans und mit Drei-Tage-Bart, gab sich nahbar und bestens gelaunt. Er sei mit dem Zug gekommen. Trotz seiner Popularität reist der Politiker ohne Personenschützer.

Auf den Fahrten arbeite er meistens, schlafe oder diskutiere mit Mitreisenden. »Nur einmal war dies nicht möglich. Mit manchen Menschen kann man einfach nicht reden. Sie sind nicht offen für Argumente.« Der Mann habe ihn sogar aufgefordert, den Platz zu verlassen. »Das habe ich aber nicht getan. Ich saß schließlich zuerst da.«

Thomas Wranske sieht in dem 49-Jährigen nicht nur den gut aussehenden promovierten Philosophen und Schriftsteller, sondern einen echten Hoffnungsträger für Deutschland. »Er sagt, was er denkt. Und zwar so, dass es jeder versteht. Er wird neuer Vizekanzler. Oder sogar Kanzler«, glaubt der Rödinghauser.

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