59 Landräte und Bürgermeister unterzeichnen in Herford Absichtserklärung
OWL-Kommunen starten Kampagne für den Klimaschutz

Herford (WB/bex). Mal auf Bus und Bahn umsteigen oder Hecken statt Plastikflechtzäune setzen – der Klimaschutz fängt auch im Kleinen vor Ort an. Ein in dieser Form einmaliges Bündnis fast aller Kommunen in OWL will dabei jetzt gemeinsam voran gehen.

Dienstag, 09.04.2019, 04:29 Uhr
Vertreter von 59 Städten, Gemeinden und Kreisen aus OWL, hier Verls Beigeordneter Thorsten Herbst, unterzeichneten in Herford ein Kommuniqué, mit dem sie sich zum Engagement im Klimaschutz verpflichten. Zentrales Instrument ist zunächst eine Werbekampagne.

Mit der öffentlichen Unterzeichnung eines Kommuniqués haben gestern im »Denkwerk« 59 Landräte und Bürgermeister aus der Region den Startschuss zur ersten Klimakampagne Ostwestfalen-Lippe gegeben. »Städte, Gemeinden und Kreise sind Experten für den Klimaschutz. Wenn wir kooperieren, dann verstärken wir den positiven Effekt fürs Klima – und Zusammenarbeit ist unsere Stärke in OWL«, begrüßte Manfred Müller, Sprecher der Landräte und Vorsitzender der OWL GmbH, seine Kolleginnen und Kollegen.

Durch eine gemeinsame Marke wollen die OWL-Kommunen die Region in ihrem Klimaschutzengagement sichtbarer machen und den Menschen eine Mitmachkampagne anbieten. Gemeinsam mit der Energie-Agentur NRW und der OWL GmbH wurden Plakate, Flyer, Postkarten und Banner konzipiert, die die Kommunen je nach ihren Vorstellungen vor Ort einsetzen können. Start im Kreis Herford ist am 25. Mai, Spenge und Vlotho sind allerdings nicht dabei.

»Leute zum Umdenken bewegen«

Die Energie-Agentur arbeitet im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums und hat diesen Prozess ermöglicht. Die Klimakampagne OWL zeige mit Bildern aus der Region Menschen, die klimafreundlich handelten und darin einen Mehrwert für sich erkennen würden, wirbt die Energie-Agentur NRW. OWL habe mit der Kampagne die Gelegenheit, fünf große Themen – Mobilität, Sanierung, Erneuerbare Energien, Nutzerverhalten und Klimafolgenanpassung – sichtbar zu machen. Schirmherrin der Aktion ist Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.

Sie sieht die Notwendigkeit zum Handeln, betont aber auch: »Verbote, etwa von Schottergärten, sind nicht der richtige Ansatz. Wir müssen die Leute zum Umdenken bewegen.« Entscheidend für den Klimaschutz sei jetzt, »dass unser gemeinsames Kommuniqué vor Ort mit Leben gefüllt wird. Der gute Wille muss jetzt zur guten Tat werden.«

»Fridays-for-Future«-Aktivisten appellieren

Dass keine Zeit mehr zu verlieren sei, betonte eine Abordnung von Mindener »Fridays-for-Future«-Aktivisten, die an die Verwaltungschefs appellierten, sich für eine rasche und verbindliche Energiewende einzusetzen.

Mit ihrer Unterschrift auf einem mit dem Kommuniqué versehenen Schild versicherten Rathaus- und Kreishauschefs abschließend, dass sie Klimaschutz als eine bedeutende Aufgabe ansehen und deren Erfüllung sie nun nach Kräften fördern wollen.

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