Flaniermeile in Herford eingeweiht – nur noch eine Gewerbefläche zu vermieten – in die Mitte wird ein Baum gepflanzt
Augustinerplatz bekommt bald etwas Grün

Herford (WB). Anfangs sollte er Klosterplatz heißen, jetzt ist er der Augustinerplatz und für Bürgermeister Tim Kähler »ein Herzstück« innerhalb des Masterplans zur Umgestaltung der Innenstadt mit dem Ziel diese »zur schönsten in OWL zu machen«. Am Sonntag wurde der Platz am neuen Altstadt-Center, der erst nach einer Bürgerbefragung seinen endgültigen Namen gefunden hatte, mit einem Frühlingsfest eingeweiht.

Montag, 08.04.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 10:10 Uhr
Der Augustinerplatz soll noch mindestens einen grünen Farbtupfer bekommen: In die Mitte wird wohl ein Baum gepflanzt. Foto: Bexte

Ganz fertig ist die neue Flaniermeile aber noch nicht. »Wir wollen noch einen Baum pflanzen, um den Platz etwas zu begrünen«, kündigt Kähler im Gespräch mit Daniel Arnold von der Turi GmbH an. Die Kölner Holding ist Eigentümer der neuen Immobilie mit Ladenlokalen und Wohnungen auf dem Areal des früheren Kaufhofs sowie angrenzender Flächen. Und Arnold zeigte sich für die Idee aufgeschlossen.

Baum als Schattenspender

Schließlich spende ein Baum im Sommer auch Schatten und lade zum Verweilen ein. Die Gewerbeflächen seien bis auf eine alle vergeben, sagt Arnold. Wie berichtet, wird in den nächsten Wochen die Restaurantkette Telly TST eine Filiale eröffnen, zum Gehrenberg hin ein Nagelstudio.

Weiterhin aktuell ist auch die Idee, auf dem Augustinerplatz ein Modell, das die Bebauung zum Ende der Klosterzeit und vor dem Abriss des Friedrichs-Gymnasiums 1972 zeigt. Einer der Initiatoren ist Stadtführer Mathias Polster. »Ein Modell könnte veranschaulichen, wie es dort früher ausgesehen hat. Aber zunächst muss noch die Finanzierung geklärt werden.«

Rückblick in die Historie

Polster führte dann zahlreiche Interessierte über das Areal sowie angrenzende Straßen und verdeutlichte mit Fakten und Anekdoten, wie bedeutsam dieser Bereich für die Stadtgeschichte ist: 1288 wurde erstmals urkundlich das Augustinerkloster erwähnt, das dem Platz seinen Namen gibt. Später stand hier das im 19. Jahrhundert erbaute Friedrichs-Gymnasium, dessen Abriss 1972 dem Kaufhof den Weg ebnete, der wiederum bis zum Abriss 2016 jahrelang leer stand.

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