Das Gebäude in Herford ist aber wohl nicht zu retten – Mit Videos
Lebt 72-Jährige doch noch?

Herford (WB).  Es gibt möglicherweise etwas Hoffnung im Herforder Vermisstenfall nach dem Hochhausbrand: »Wir gehen einer neuen Spur nach«, sagt Polizeisprecher Uwe Maser. Es gebe einen Hinweis, dass eine Frau, die die 72-Jährige sein könnte, in Begleitung eines Mannes am Dienstagabend in ein Taxi gestiegen sei. Am Mittwochmorgen war der Brand in der Dachgeschosswohnung der Frau ausgesbrochen.

Donnerstag, 04.04.2019, 09:21 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 15:01 Uhr
Erst am Donnerstag konnte das Feuer in dem Herforder Hochhaus gelöscht werden. Foto: Moritz Winde

Großfeuer in Herforder Hochhaus

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Unterdessen haben sich die Feuerwehrleute in das Apartment vorgekämpft. Über eine Drehleiter ging’s über den Balkon ins Innere. »Dort stapelte sich meterhoch der Müll – vor allem Kleidung. Nur in der Mitte war ein kleiner Gang«, sagte Ralf Meise, Chef der Löschguppe Exter.

Den verbrannten Unrat warfen die Rettungskräfte in eine Mulde, die per Autokran in die Höhe gezogen wurde. So soll der stark einsturgefährdete Fußboden entlastet werden. Schnell war eine Mulde voll, zwei weitere sind geordert.

Noch am Donnerstag will sich die Kripo in die Wohnung wagen, um Spuren zu sichern.

Nach fast 24 Stunden hatte die Feuerwehr Herford den Großbrand in einem Hochhaus gegen 8.40 Uhr gelöscht.

Das Schicksal der vermissten 72-jährigen Bewohnerin ist weiter ungewiss – allerdings sind die Ermittler etwas zuversichtlicher, als noch am Tag zuvor. Polizeisprecher Uwe Maser: »Es gibt einen Hinweis, dass eine Frau von der Lübberstraße in Begleitung eines Mannes mit einem Taxi in Richtung Bahnhof gefahren ist. Wir suchen Zeugen, die uns bestätigen können, welche Personen das waren. Die Beschreibung der Frau ähnelt der Vermissten.«

Derweil ist das Gebäude vermutlich komplett zerstört.»Das viele Löschwasser ist in die unteren Etagen gesickert. Die Decken sind durchgeweicht und das Haus wird wohl nicht zu retten sein«, erklärte Michael Stiegelmeier, Leiter der Feuerwehr Herford. Eine Brandwache bleibt weiterhin vor Ort. In einem Wettbüro, das wie ein Café im Erdgeschoss des Hauses liegt, sei die Decke heruntergekommen.

Löscharbeiten dauern bis Donnerstagmittag

Die Einsatzkräfte hatten das Feuer am Donnerstagfrüh noch immer nicht unter Kontrolle, immer wieder flammten vereinzelte Glutnester auf. Die Löscharbeiten der Feuerwehr konzentrierten sich auf den Fahrstuhlschacht des Hauses, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Arbeiten der Feuerwehr werden laut Stiegelmeier mindestens bis zum Donnerstagmittag andauern. Die erschöpften Einsatzkräfte werden vor Ort vom DRK mit Essen versorgt.

Wohnung der Vermissten noch nicht betreten

Großbrand: Der Tag danach

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Auch die vermisste 72-jährige Bewohnerin sei noch nicht gefunden. »Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass sie sich nicht in der Wohnung aufhielt«, hatte Feuerwehrsprecher Christoph Büker am Mittwoch gesagt. Alle anderen möglichen Aufenthaltsorte seien überprüft worden. Sie wurde jedoch nirgends angetroffen.

Nun also die neue Spur: Vielleicht war die Frau doch nicht in ihrer Wohnung, als das Feuer ausbrach. Sie könnte also noch leben. Eine Leiche sei noch nicht entdeckt worden, hieß es vor Ort.

In der Nacht hatten die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei begonnen, mit einem Spezialkran Teile des Dachs des einsturzgefährdeten Gebäudes abzunehmen. Diese Arbeit unterbrachen sie, als sie die Glutnester im Aufzugschacht entdeckten.

Kreuzung weiter gesperrt

Die Innenstadtkreuzung in Herford ist aktuell auch weiter gesperrt. Durch die Sperrung kommt es in der City zu erheblichen Verkehrsproblemen. Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren.

Das Feuer in dem fünfstöckigen Wohnhaus war am Mittwochmorgen ausgebrochen. Gegen 8 Uhr hatten Passanten bemerkt, dass Flammen aus den Fenstern des sechsten Stockwerkes schlugen. Fünf Menschen erlitten Rauchvergiftungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. Zwei Feuerwehrleute wurden mit Erschöpfungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht.

In dem 1963 erbauten Hochhaus befinden sich 15 Seniorenwohnungen – drei pro Etage – sowie im Erdgeschoss ein Wettbüro, ein Café und ein Imbiss. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. Auch ein Nachbargebäude musste aufgrund der Einsturzgefahr des brennenden Hauses evakuiert werden.

 

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