Tagesklinik Unter den Linden soll weichen – Betrieb ab 2021
Hospiz am Aawiesenpark

Herford (WB/ram). Die Planungen für ein stationäres Hospiz in der Straße Unter den Linden in Herford nehmen konkrete Formen an: Für das erste Hospiz im Kreisgebiet werden das Diakonische Werk im Kirchenkreis Vlotho und der evangelische Kirchenkreis Herford die Trägerschaft übernehmen. Dazu wurde eigens eine Tochtergesellschaft als gemeinsame gGmbH gegründet.

Freitag, 08.03.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 09:44 Uhr
Durch einen Anbau soll das Gebäude Unter den Linden 41 erweitert werden. Zehn Zimmer sollen im Hospiz zur Verfügung stehen.

»Nach vielen Monaten der Planung und zahlreichen Gesprächen freue ich mich sehr, dass sich ein verlässlicher und in der Hospizarbeit sehr erfahrener Träger gefunden hat. Wir sind in der Planung des Hospizes einen großen Schritt vorangekommen«, betonte Landrat Jürgen Müller

Der Kreis und der zukünftige Träger gehen davon aus, dass das Hospiz frühestens 2021 in Betrieb geht. Der Kreis wird das Hospiz durch die Bereitstellung des Gebäudes unterstützen und die Umbaukosten übernehmen. Hierfür sind vom Kreis zunächst rund 4,5 Millionen Euro eingeplant.

Mehrere Gebäude waren im Gespräch

Darüber hinaus werde eine unselbstständige Stiftung, die sowohl die stationäre als auch die ambulante Hospizarbeit im Kreisgebiet unterstützen soll, entstehen. Diese Stiftung soll unter dem Dach der bisherigen Stiftung »Zukunft im Wittekindskreis« vom Kreis Herford gegründet werden. Bereits jetzt wurde ein Konto für die stationäre und ambulante Hospizarbeit eröffnet.

Als Standort für das Hospiz kamen mehrere Gebäude in Frage. Eine Machbarkeitsstudie favorisiert ein Haus an der Straße Unter den Linden – momentan ist dort die psychiatrische Tagesklinik untergebracht. »Der Standort ist ideal und bietet atmosphärisch genau das, was wir uns für ein Hospiz gewünscht haben. Hier werden wir einen Ort haben, an dem Menschen zusammen kommen, aber auch in Ruhe und Frieden Abschied nehmen können«, erklären Kerstin Hensel vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Vlotho und Holger Kasfeld vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Herford.

Laut der Machbarkeitsstudie müsste das Gebäude erweitert werden und hätte durch einen Anbau eine Gesamtfläche von 1200 Quadratmetern. Zehn Zimmer sollen zur Verfügung stehen, zusätzlich wird es Schlafmöglichkeiten für Angehörige geben sowie Seminar- und Trauerräume, außerdem einen Raum der Stille zur Besinnung für Angehörige und Bedienstete.

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