Herforder Feuerwehr blickt auf anstrengendes Jahr 2018 zurück
Mehr als 1000 Einsätze gestemmt

Herford (WB). Ein anstrengendes Jahr liegt hinter der Feuerwehr Herford. Denn genau 1005 Einsätze hielten die 165 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr und ihre 41 Kameraden der Hauptamtlichen Wachen in Atem.

Montag, 04.03.2019, 19:13 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 19:20 Uhr
Michael Stiegelmeier, Axel Freitag, der stellvertretende Bürgermeister Ralf Grebe, Karsten Buschmann und die Jubilare Andreas Wiegner, Andreas Tharun, Anja Shepheard und Frank Munko blicken auf ein bewegtes Jahr bei der Feuerwehr Herford zurück. Foto: Stefan Wolff

»Mehre Groß- und Mittelbrände sowie einige anspruchsvolle Hilfeleistungen – zum Teil außerhalb unseres Stadtgebiets – forderten die Einsatzkräfte heraus«, stellte der Leiter der Feuerwehr, Michael Stiegelmeier, auf der Jahresversammlung der Blauröcke auf Dallmann’s Deele in Elverdissen fest. Die Einsatzkräfte seien bei mehrstündigen und mehrtägigen Einsätzen wie zum Beispiel bei der Brandstiftung am 19. und 20. Mai an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit gekommen.

2018 habe die Wehrführung zudem verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Mitgliederzahl der Feuerwehr stabil zu halten. So gebe es jetzt eine Arbeitsgruppe für das Internet und Facebook und ein Presseportal informiere die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Einsätze. Weiter gebe es bereits ein Konzept für die Gründung einer Kinderfeuerwehr.

Gewalt gegen Rettungskräfte nimmt zu

Auch auf die zunehmende Gewalt gegen den Brandschutz und den Rettungsdienst ging Stiegelmeier ein. Drei Strafanzeigen und -anträge habe die Feuerwehr 2018 gestellt. »Da dieses Problem aber nicht alleine durch Strafverschärfung zu lösen ist, werden wir uns weiterhin durch entsprechende Trainingseinheiten auf Angriffe vorbereiten«, so der Leiter der Feuerwehr.

Auch der stellvertretende Bürgermeister Ralf Grebe verurteilte die Übergriffe gegenüber der Feuerwehr aufs Schärfste. Wie auch Landrat Jürgen Müller dankte er den Männern und Frauen der Feuerwehr für ihre Einsatzbereitschaft und vergaß auch nicht ihre Familien.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Holger Klann blickte auf die kreisweite Situation der Feuerwehr und stellte dabei fest, dass in Herford auf 100 Bürger drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr kommen. Kreisweit aber seien es mehr als sechs.

Was die Einsätze im Kreis Herford anging, so konnte Holger Klann 2018 eine Steigerung um 26 Prozent auf 2946 feststellen. Auch die Zahl der Brände sei wegen des heißen Sommers auf 618 (41 Prozent) gestiegen.

Pferd muss aus der Werre gerettet werden

An besondere Einsätze erinnerte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Axel Freitag. Er erwähnte die Brandstiftung im Mai, der ein Strohlager und ein Lkw zum Opfer fielen, und ein vermutlich illegales Straßenrennen im August, das mit zwei schwerverletzten Beifahrerinnen endete. Auch die Rettung eines Pferdes aus der Werre im August hob er noch einmal hervor.

Für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr ehrte die Wehrleitung Frank Munko und Andreas Wiegner jeweils mit dem Silbernen Ehrenabzeichen des Landesverbandes der Feuerwehr NRW. Das Feuerwehrehrenabzeichen in Gold des Landes Nordrhein-Westfalen erhielt Andreas Tharun für 35 Jahre Mitgliedschaft, Anja Shepheard konnte sich über das silberne Feuerwehrehrenabzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft freuen.

Zum Brandmeister befördert wurden Fabien Delissen, Guido Möller und Pascal Pörtner. Oberbrandmeister sind Lars Krohn und Oliver Kempkes. Neue Hauptbrandmeister sind Marco Nolting, Michael Huß und Stephan Alberternst, zum Brandinspektor befördert wurden Thiemo Brennenstuhl und Björn Hamann.

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