DRK probt Ernstfall: Gesamtschule in Gerry-Weber-Stadion verwandelt
Kollaps in der Kaffeepause

Herford (WB). Erste Hilfe kann mitunter eine recht trockene Angelegenheit sein – muss sie aber nicht, wie der dritte Schulsanitätswettbewerb gezeigt hat. Der DRK-Kreisverband Herford-Stadt hatte die Gesamtschule Friedenstal ins Gerry-Weber-Stadion verwandelt, in dem schieflief, was nur schieflaufen konnte. Wie gut, dass 82 ausgebildete Ersthelfer zur Stelle waren.

Montag, 04.03.2019, 06:00 Uhr
Das Team der Ernst-Barlach-Realschule verbindet eine Armwunde. 82 Ersthelfer haben beim Schulsanitätswettbewerb des DRK-Kreisverbands Herford-Stadt den Ernstfall geübt und behandelten Wunden, Verbrennungen und mehr. Foto: Thomas Meyer

Von der Verbrennung beim Popcornmachen über den Kollaps in der Kaffeepause bis zur bösen Armverletzung beim Bühnenaufbau: Das fiktive Tennisstadion war ein weites Betätigungsfeld für die Schulsanitäter, die gegeneinander antraten. Sechs Schulen (Eickhoffschule Schweicheln, Ravensberger Gymnasium, Friedrichsgymnasium, Ernst-Barlach-Realschule, Geschwister-Scholl-Realschule und Gesamtschule Friedenstal), Teams zu je sechs Schülern und ein »Mister X« – daraus bestand der Wettbewerb, der wie eine große Schnitzeljagd angelegt war.

Lösungswort: »Mister X«

Für gelöste Aufgaben gab es Punkte und Buchstaben, für das aus den Buchstaben richtig gebildete Lösungswort noch einmal Extrapunkte. »Mister X« waren am Ende sogar gleich zwei Personen: das Zauberer-Duo »Ehrlich-Brothers«, die immerhin als großes Poster vor Ort waren. »Wir hatten die Brüder angefragt und sie wären auch gerne gekommen, es hat aber leider terminlich nicht gepasst«, sagte Schulsanitätsbeauftragte Marion Mader, die sich alles ausgedacht hatte. Machte nichts, es gab auch so genug Action.

Schiedsrichter bewerten kritisch

Denn die Schiedsrichter, allesamt Erste-Hilfe-Ausbilder, beobachteten genau und bewerteten kritisch. Sitzen die Handgriffe, verläuft die Kommunikation schnell und präzise, werden Aufgaben sinnvoll verteilt? Alle Teilnehmer hatten einen Kurs zum Schulsanitäter durchlaufen. Dennoch waren die Herausforderungen in den völlig neuen Übungsszenarien anspruchsvoll. »Die ersten beiden Wettbewerbe liefen in der Stadt unter dem Thema Weltreise«, berichtete Marion Mader. Beide Male gewann das Team vom Friedrichs-Gymnasium. Und diesmal auch, so dass die Friederizianer, die während des Wettbewerbs äußerst kritisch mit sich selbst waren, den Hattrick vollmachten und die Geschwister-Scholl-Realschule sowie die Nachbarn vom Ravensberger Gymnasiums auf den zweiten und dritten Platz verwiesen.

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