Lösung für drei Wochen – Endspurt beim Polizeiwachen-Umbau in Herford
Empfang im Container

Herford (WB/mor). Not macht erfinderisch: Das Erdgeschoss der Polizeiwache in Herford ist derzeit eine Großbaustelle. Zwischen Schutt und Lärm können nur schwer Bürger willkommen geheißen werden.

Samstag, 02.03.2019, 06:06 Uhr aktualisiert: 02.03.2019, 06:10 Uhr
Die Männer im Container: Peter Kelle (links) und Matthias Rieke nehmen die Anliegen der Bürger entgegen. Foto: Moritz Winde
Der Container vor der Wache in Herford.

Der Container vor der Wache in Herford. Foto: Winde

Um das Angebot dennoch aufrecht zu erhalten, steht seit Freitag ein Container auf dem Parkplatz: das neue Service-Center – natürlich nur provisorisch.

Etwa für die kommenden drei Wochen werden in dem grauen Kasten die Angelegenheiten der Bevölkerung entgegen genommen und an die zuständigen Beamten weitergeleitet.

»Es gibt natürlich auch weiter die Möglichkeit, seine Anliegen im Dienstgebäude an der Elverdisser Straße vorzutragen. Das ist 24 Stunden besetzt«, sagt Sprecher Uwe Maser.

Besucheraufkommen variiert

Peter Kelle und Matthias Rieke sind die Männer im wohl temperierten Container. Die Regierungsbeschäftigten sitzen in einem abgetrennten Bereich hinter einer Schiebeglasscheibe. Davor stehen zehn Stühle für die Kunden.

Rieke sagt, das Besucheraufkommen variiere stark. »Man weiß eigentlich nie, wann wie viel los ist.« Das Service-Center auf Zeit hat täglich von 6.30 bis 16 Uhr geöffnet, an den Wochenenden ist es geschlossen.

Wenn alles nach Plan läuft – und danach sieht es momentan aus – soll die umgebaute Wache inklusive der neuen Gewahrsamszellen in der letzten Märzwoche wiedereröffnet werden. Dann sollen die 60 Streifenpolizisten, die seit drei Jahren ihren Dienst von der Elverdisser Straße aus verrichten, zurück kommen.

Immer wieder hatte es Verzögerungen beim Bau gegeben. Zudem konnte das ursprüngliche Budget in Höhe von 1,1 Millionen Euro nicht eingehalten werden. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) rechnet mit Gesamtkosten von knapp 1,84 Millionen Euro.

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