Eröffnung nächste Woche in Herford – Ausbau kostet 390.000 Euro – mit Video
Pendler-Parkplatz fast fertig

Herford (WB). Von 33 auf 97 – die Kapazitäten haben sich fast verdreifacht: Ende nächster Woche soll das neue Pendler-Paradies an der Anschlussstelle Herford-Ost eröffnet werden. 390.000 Euro sind in den Ausbau geflossen. Es ist einer der größten Parkplätze an der A2 in Ostwestfalen-Lippe.

Freitag, 01.03.2019, 03:30 Uhr
Fast fertig: Im Rundkurs können die Pendler ab nächster Woche nach einem Parkplatz suchen. Im Hintergrund verläuft die A2. Foto: Moritz Winde
Noch versperrt ein Bauzaun den Parkplatz.

Noch versperrt ein Bauzaun den Parkplatz. Foto: Winde

Auf der Baustelle sind die Arbeiter im Endspurt: Derzeit wird der 120 Grad heiße Asphalt aufgebracht. Die Pendler werden erleichtert sein, wenn sie ihr Auto in ein paar Tagen wieder neben dem Tierfriedhof abstellen können, um mit einem Kollegen ins Büro zu fahren.

Zwar wird das Gelände zunächst nur teilweise freigegeben, weil noch ein Zaun einbetoniert werden muss. »64 Plätze werden aber sofort zur Verfügung stehen«, verspricht Sven Johanning, Sprecher von Straßen NRW. Der Landesbetrieb hatte den Ausbau im Auftrag des Bundes ausführen lassen.

 

 

400 Meter Bordsteine verlegt

Seit November wird an der Vlothoer Straße ordentlich gebuddelt. »Hier musste jede Menge Erde bewegt werden«, sagt Sven Johanning. Die ausgeschriebenen Bodenarbeiten beliefen sich auf 1600 Kubikmeter, das entspricht in etwa einem Gewicht von 1,5 Tonnen.

800 Quadratmeter Pflaster und Platten mussten aufgebrochen werden, stattdessen wurden 750 Quadratmeter Rasengittersteine sowie 400 Meter Bordsteine gesetzt.

Auch schwere Maschinen sind im Einsatz.

Auch schwere Maschinen sind im Einsatz. Foto: Winde

Beim Anblick des neuen Parkplatzes werden die Dimension deutlich. Aus der einst ebenen Schotterpiste ist ein terrassenförmig angelegtes Areal geworden. Im Rundkurs können die Autofahrer demnächst nach einem Stellplatz suchen. Es gibt zwei Extra-Flächen für Behinderte.

Immer mehr Berufstätige pendeln

Wobei die Suche recht zügig erledigt sein dürfte. Die Zeiten, in denen die Fahrzeuge aus Platzmangel kreuz und quer standen oder sogar wieder umdrehen mussten, wird es vermutlich nicht mehr geben. »Der Parkdruck ist immens. Jetzt müssen die Leute nicht mehr wild in der Gegend parken. Der Bedarf sollte ausreichend sein«, glaubt auch Sven Johanning.

Der Trend geht klar zum Mitfahren: Immer mehr Beschäftigte wohnen in einer anderen Gemeinde als sie arbeiten. Während im Jahr 2000 noch 53 Prozent aller Arbeitnehmer pendelten, waren es zuletzt 60 Prozent. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor.

Das hat mit zweierlei zu tun: Zum einen mit einem deutlichen Beschäftigtenzuwachs, zum anderen mit einem erhöhten Klimaschutz. Sven Johanning: »So können die Leute nicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern schonen zudem auch noch ihren Geldbeutel.«

Schweißarbeit: In die Ecken muss der 120 Grad Celsius heiße Asphalt per Hand aufgebracht werden.

Schweißarbeit: In die Ecken muss der 120 Grad Celsius heiße Asphalt per Hand aufgebracht werden. Foto: Moritz Winde

 

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