Freiwillige Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen im Kreis Herford möglich
Schutz gegen Blauzungenkrankheit

Herford (WB). Rinder, Schafe und Ziegen im Kreis Herford können ab sofort gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden. Die Viruserkrankung breitet sich aktuell in einigen Gebieten in Deutschland aus.

Donnerstag, 07.02.2019, 10:53 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 12:12 Uhr
Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, die von Stechmücken übertragen wird. Der Erreger ist für den Menschen nicht gefährlich. Foto: Ralf Roeger/dpa

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, die von Stechmücken übertragen wird. Der Erreger ist für den Menschen nicht gefährlich. Mit der freiwilligen Impfung können Landwirte ihre Tiere schützen. Die Einschleppung der Krankheit in den Kreis Herford soll so verhindert werden.

Blaufärbung der Zunge tritt nur selten auf

Im Kreis Herford gibt es etwa 1900 Nutztierhalter, mit insgesamt circa 10.000 Rindern, 2.800 Schafen und 300 Ziegen. Tiere, die von der Blauzungenkrankheit betroffen sind, zeigen Haut- und Schleimhautentzündungen am Kopf, den Geschlechtsorganen, den Zitzen und am Kronsaum der Klauen. Eine tatsächliche Blaufärbung der Zunge tritt nur selten auf.

Da die Impfung vom jeweiligen Veterinäramt genehmigt werden muss, hat der Kreis Herford dies mit einer Allgemeinverfügung abgedeckt. Danach ist nun eine freiwillige Impfung gegen die Serotypen 4 und 8 möglich. Impfstoffe dürfen dabei nur durch Tierärzte an Tieren angewendet werden.

Jede Impfung gegen die Blauzungenkrankheit muss innerhalb von sieben Tagen nach der Durchführung der Impfung in der HI-Tier-Datenbank gemeldet werden: www.hi-tier.de.

Im Dezember brach die Krankheit in Baden-Württemberg aus

Im Dezember 2018 wurde nach Jahren der Seuchenfreiheit in Deutschland in einer Rinderhaltung im Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg der Ausbruch der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 festgestellt. Es wurde ein Sperrgebiet von 150 Kilometern um den Ausbruchsbestand eingerichtet.

Mittlerweile umfasst der Restriktionsbereich das komplette Bundesland Baden-Württemberg, das Saarland, das gesamte Bundesland Rheinland-Pfalz sowie Teile von Südhessen und Nordrhein-Westfalen.

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