Rat will Bebauungsplan für das Naafi-Gelände beschließen
Rossmann steht schonin den Startlöchern

Herford (WB/pjs).  Für den geplanten Drogeriemarkt an der Waltgeristraße wirbt Rossmann bereits mit großflächigen Bannern vor Ort: »Der Bauantrag ist gestellt«, teilte Vivian Thürnau aus der Pressestelle des Unternehmens mit: »Im nächsten Schritt warten wir nun darauf, die Baugenehmigung erteilt zu bekommen.«

Mittwoch, 06.02.2019, 14:00 Uhr
»Demnächst auch hier!«: Vis-à-vis von Lidl und Aldi soll in der Waltgeristraße ein Rossmann-Drogeriemarkt entstehen. Foto: Peter Schelberg

Wohnbebauung im Norden des Naafi-Geländes geplant

Zuvor allerdings muss der Herforder Rat am 15. Februar noch mit einer Neuaufstellung des Bebauungsplans »Waltgeristraße/Rostocker Straße« den Weg für das Projekt freimachen. Neben der Ansiedlung der Rossmann-Filiale ist eine Wohnbebauung im nördlichen Teil des ehemaligen Naafi-Geländes vorgesehen. Der Bau- und Umweltausschuss befasst sich am 7. Februar ab 17 Uhr im Ratssaal mit der zivilen Nachnutzung des Areals, das jahrzehntelang von den Briten genutzt wurde.

Maximal 800 Quadratmeter Verkaufsfläche

Die Verwaltung strebt »eine aufeinander abgestimmte gewerbliche und wohnbauliche Entwicklung« an. Entlang des Grünzugs am Uhlenbach ist eine Erweiterung der Wohnbaufläche vorgesehen. Entlang der Waltgeristraße soll in Form eines Misch- und Gewerbegebietes ein »Standort für nahversorgungsrelevante Sortimente« ausgewiesen werden – mit einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern und zur Stärkung des Nahversorgungszentrums Mindener Straße.

Bedenken beim Handelsverband OWL

Im Vorfeld hatte der Handelsverband OWL Bedenken gegen die Zulassung von zentrenrelevanten Randsortimenten bis zu einer Größe von 20 Prozent der jeweiligen Verkaufsfläche (also 160 Quadratmeter) geäußert. Das gelte auch, wenn sich diese Randsortimente aus nur einem oder sehr wenigen Produktbereichen zusammensetzten. Der Verband regte daher an, die zentrenrelevanten Randsortimente auf 10 Prozent der gesamten Verkaufsfläche zu begrenzen. Dieser Anregung will die Verwaltung aber nicht folgen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) regt außerdem an, die nicht überbaubaren Flächen spätestens ein Jahr nach Bezugsfertigkeit der Neubauten »gärtnerisch naturnah anzulegen und zu unterhalten«.

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