Machbarkeitsstudie: Auftrag vergeben
Theater und NWD unter einem Dach?

Herford (WB). Entsteht in Herford ein »multifunktionales Veranstaltungszentrum«? Eine entsprechende Machbarkeitsstudie ist in Auftrag gegeben worden. Nach einem Vergabeverfahren fiel die Wahl auf die Firma ICG – Integrated Consulting Group – und das Architekturbüro Heinrich Böll.

Freitag, 01.02.2019, 12:08 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 12:20 Uhr
Blick in den Zuschauerraum des Stadttheaters: Wird das Gebäude durch ein Veranstaltungszentrum abgelöst, in dem auch die NWD-Musiker Konzerte geben? Foto: Hartmut Horstmann

Teure Theatersanierung

Über den neuen Stand hat Andreas Kornacki, Geschäftsführer der Kultur gGmbH, informiert. Die Kultur gGmbH hatte die Auswahl in Abstimmung mit der Stadt Herford getroffen. Unter dem Titel »OWL Forum« geht es um ein Zentrum, in dem der Konzertsaal der NWD (Schützenhof) und das Stadttheater zusammengeführt werden sollen. Zu der Machbarkeitsstudie gehöre auch die Suche nach einem Standort, sagt Andreas Kornacki.

Die Idee zu einem neuen Theater und Musik umfassenden Zentrum war entstanden, nachdem die Kosten für die Renovierung des Stadttheaters bekannt geworden waren. Diese seien vor drei Jahren auf 14 bis 15 Millionen Euro geschätzt worden, so Kornacki. Hinzu komme die Baukostensteigerung seitdem. Bis zum Sommer soll die Machbarkeitsstudie vorliegen. Danach müssen die Politiker entscheiden, ob sie der Studie folgen wollen oder ob sie für eine Sanierung des Theaters votieren.

Detaillierte Kostenschätzung

Im Dezember 2017 hatte der Rat entschieden, mit Blick auf die Regionale 2022 eine Projektskizze für besagtes »multifunktionales Veranstaltungszentrum« zu erstellen. Dessen Kosten sollen im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

Bei der Regionale 2022 geht es für die Stadt Herford um Fördergelder. Derzeit ist das OWL-Zentrum mit dem C-Status versehen. Damit sei die grundsätzliche Förderwürdigkeit anerkannt, erläutert der Geschäftsführer der Kultur gGmbH. Mit der Machbarkeitsstudie hoffe man den B-Status zu erlangen. Zur Machbarkeitsstudie gehören Betriebskonzept, Zeit-Maßnahmen-Plan und eine detaillierte Kostenschätzung.

Über die Ersteller der Machbarkeitsstudie sagt Andreas Kornacki: »Beide Partner zeichnen sich durch große Expertise im Bereich der inhaltlichen wie baulichen Planung von Kulturbauten aus.«

Die Firma ICG als europäisches Beraterteam mit österreichischen Wurzeln sei unter anderem für die Theaterholding Graz / Steiermark, die Österreichischen Bundestheater und die Kulturhauptstadt RUHR.2010 aktiv gewesen. Das Architekturbüro Heinrich Böll habe bereits mit der ICG Machbarkeitsstudien erstellt. Darüber hinaus sei das Büro durch die Planung der Markthalle auch mit der Stadt Herford bestens vertraut.

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