Umbauarbeiten seit 2016 – Kosten steigen auf 1,84 Millionen Euro
Polizeiwache soll im Frühjahr 2019 fertig sein

Herford (WB). Was lange währt, soll nun endlich gut werden: Denn Anfang 2019 dürfte der Umbau der Polizeiwache an der Hansastraße abgeschlossen sein. Polizeidirektor Dirk Zühlke jedenfalls geht davon fest aus, dass der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) die modernisierten Räume im März übergeben kann.

Mittwoch, 03.10.2018, 03:30 Uhr
Erster Polizeihauptkommissar Jörg Vette, Leiter des Führungs- und Lagedienstes, Rolf Holler (Chef der BLB-Niederlassung Bielefeld), der neue Wachleiter Volker Huß und Polizeidirektor Dirk Zühlke (von links) besichtigen die Baustelle in der Hansastraße. Foto: Peter Schelberg

Provisorium in der Elverdisser Straße

Beim Pressetermin vor Ort äußerte sich BLB-Niederlassungsleiter Rolf Holler am Dienstag etwas vorsichtiger und nannte als Termin »Mitte des Frühjahrs«. Nachdem im Frühjahr 2016 die Besatzung der Wache von der Hansastraße in die Elverdisser Straße umziehen musste, war es – wie berichtet – immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Sollte die Rückkehr ins angestammte Dienstgebäude ursprünglich bereits nach einem Dreivierteljahr erfolgen, musste im Zuge der Bauarbeiten der Zeitplan wiederholt angepasst werden – sehr zum Unmut der betroffenen 54 Polizeibeamten, die in unterschiedlichen Schichten mit dem Provisorium im Dienstgebäude Elverdisser Straße klarkommen müssen.

Polizeidirektor drängt auf Einhaltung des Übergabetermins

»Die Rahmenbedingungen dort sind alles andere als gut, das ist für uns als Organisation schon eine große Belastung«, sagte Zühlke »in aller Deutlichkeit«. Er fügte hinzu: »Ich bin auch stolz auf alle Kolleginnen und Kollegen, dass sie trotz dieser Bedingungen noch so hervorragende Arbeit leisten.« Nun aber gebe es einen »finalisierten Bauzeitenplan« und er dränge darauf, dass der neue Termin auch eingehalten werde, betonte der Polizeidirektor.

BLB: Verzögerungen durch Erweiterung der Umbauplanung

BLB-Niederlassungsleiter Rolf Holler führte die Verzögerungen insbesondere darauf zurück, dass ein deutlich umfangreicherer Umbau der Wache einschließlich separater Umkleide-, Sanitär- und Waschräume für Polizeibeamtinnen und -beamte erst später in die Planung einbezogen worden sei – ursprünglich habe nur die alte Leitstelle im Erdgeschoss umgebaut werden sollen.

Zudem seien viele Handwerksbetriebe ausgebucht, was die Einhaltung der Zeitpläne zusätzlich erschwert habe. »Jetzt sind aber fast alle Aufträge erteilt.« Im August haben die Firmen für Rohbau und Trockenbau ihre Arbeit aufgenommen. Im Ergebnis wird das anfangs vorgesehene Budget von 1,1 Millionen Euro deutlich überschritten werden: Der BLB rechnet mit Gesamtkosten von knapp 1,84 Millionen Euro.

Noch nicht endgültig entschieden ist, ob der Verkehrsdienst in Bünde bleibt und wo beispielsweise der Bezirksdienst künftig untergebracht wird: »Wir denken über ein geeignetes Raumkonzept nach«, teilte Polizeidirektor Zühlke mit. Klar sei aber: »Wir werden nicht alles nach Herford ziehen.«

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