Die Künstlerin Alexandra Sonntag will wissen, wie ihre Arbeiten ankommen Facebook als Spielwiese

Herford (WB). Sie teste gerne mal, wie ihre Bilder ankommen, sagt die Künstlerin Alexandra Sonntag. Weltweite Möglichkeiten bietet hier die Internetplattform Facebook – auch wenn die Malerin weiß, wie umstritten Facebook ist.

Von Hartmut Horstmann
Die Malerin Alexandra Sonntag in ihrem Atelier in der Herforder Uhlandstraße: Seit einem halben Jahr zeigt sie einzelne ihrer Bilder auch öffentlich bei Facebook – allerdings ohne Verkaufsabsichten. Sie wolle einfach nur testen, wie die Bilder ankämen, sagt sie.
Die Malerin Alexandra Sonntag in ihrem Atelier in der Herforder Uhlandstraße: Seit einem halben Jahr zeigt sie einzelne ihrer Bilder auch öffentlich bei Facebook – allerdings ohne Verkaufsabsichten. Sie wolle einfach nur testen, wie die Bilder ankämen, sagt sie. Foto: Hartmut Horstmann

Keinen Besucher-Ticker

Spätestens seit dem Aufkommen des Versteigerungsportals Ebay wird Kunst im großen Stil auch im Internet angeboten. Für Alexandra Sonntag indes ist diese Form des Kunstverkaufs kein erstrebenswerter Weg. So nutzt die Malerin wie viele andere Kreative auch die eigene Homepage, um einen Überblick über ihr Tun zu geben. Auf die Idee, die Seite wie eine Internet-Galerie zu betreiben und Werke mit Preisen zu versehen, ist sie aber noch nicht gekommen. Auch sonst hielt sich ihre Neugierde bisher in Grenzen: »Ich habe keinen Besucher-Ticker, der mir zeigt, wie viele Personen die Seite aufgerufen haben.«

Direkte Reaktionen

Da bedeuten die Facebook-Aktivitäten für sie schon eher Neuland. Allerdings hat die Künstlerin, deren Atelier sich in der Uhlandstraße befindet, auch hier keine Verkaufsambitionen. Was sie bei Facebook schätzt, ist die Möglichkeit der direkten Reaktion: »Ich teste an, wie Bilder ankommen, wenn ich ein neues Thema oder eine neue Serie beginne.« Zwar halte Kritik sie nicht von der Weiterführung ab, aber interessant sei es allemal.

Seit 2009 ist sie bei Facebook angemeldet, anfangs waren ihre Inhalte nur für Freunde einsehbar. Seit einem halben Jahr postet die in Bielefeld lebende Künstlerin bestimmte Themen auch öffentlich – wenn es um ihre künstlerische Tätigkeit geht.

Ausstellung in Gütersloh

Viele Arbeiten hat Alexandra Sonntag seitdem eingestellt. Im Normalfall werden die Bilder mit einigen Likes versehen – ein Indiz, dass sie ankommen. Allerdings bleibt die Zahl überschaubar. Interessant wird es für sie, wenn die Bilder auch kommentiert werden. Oder wenn es um Nachfragen geht: »Die Leute wollen wissen, ob ein Bild noch zur Verfügung steht. ob es zum Beispiel im Atelier zu besichtigen ist.« Direkt verkauft habe sie über Facebook noch kein Bild, aber immerhin habe sie zweimal von Facebook-Freunden Illustrationsaufträge bekommen.

Wenn es um den Verkauf von Kunst geht, ist ihr der persönliche Kontakt wichtiger – sei es über ihr Atelier oder im Zusammenhang mit einer Ausstellung. Wer mit Alexandra Sonntag ins Gespräch kommen will, hat dazu am Samstag, 28. April, in Gütersloh Gelegenheit. In der Galerie Siedenhans & Simon, Kökerstraße 13, wird um 15 Uhr eine Ausstellung von ihr eröffnet. Sie heißt »Fixing Silence« und ist bis zum 23. Juni zu sehen.

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