Auch nach zehn Jahren läuft das VW-Treffen in Herford wie geschmiert Kuriose Käfer im Bahnhof

Herford (WB). Wie eine große Familienzusammenkunft erleben Besucher und Aussteller das Käfer- und Veteranenwintertreffen im Alten Güterbahnhof, das sich in seinem zehnten Jahr zu einer deutschlandweit geschätzten Großveranstaltung entwickelt hat.

Von Thomas Meyer
Volker und Björn Mellmann testen den »Fotobulli«, eine Art Fotostudio für Aufnahmen im historischen Look – oder für Blödeleien, zu denen sich die Brüder entschieden haben.
Volker und Björn Mellmann testen den »Fotobulli«, eine Art Fotostudio für Aufnahmen im historischen Look – oder für Blödeleien, zu denen sich die Brüder entschieden haben. Foto: Thomas Meyer

Besucher stehen Kopf

»Wegen des guten Wetters sind diesmal besonders viele Besucher mit ihren eigenen historischen Fahrzeugen angereist«, kommentierte Organisator Bernd Wude. Schon am Samstagmittag, kurz nach Öffnung der Tore, waren Halle und Vorplatz voll – mit tausenden Menschen und dutzenden Autos.

Dabei sind Fachpublikum und Gelegenheitsbesucher relativ leicht auseinanderzuhalten:

Ersteres steuert zielstrebig auf die hinteren Hallen des Bahnhofsgebäudes zu, zum großen Ersatzteilemarkt. Letztere verweilen deutlich länger bei den Exponaten, die vom Brezel-Käfer über die kuriosesten T1 bis zu diversen Karmann Ghia einen Querschnitt durch die luftgekühlte VW-Welt boten.

Polizei-Bulli, T1 der »Dr. Oetker Hausfrauenberatung«, Rotkreuz-Präsidenten-Bus: Die meisten Hingucker waren VW-Transporter, während neben liebevoll aufbereiteten – und käuflich zu erwerbenden – Käfern ein ADAC-»Typ 1« für Überschlagssimulationen und ein Renn-Käfer zu sehen waren. Mit letzterem ruft Andreas Ruppert aus Bochum regelmäßig »Track Days« aus, bei denen sportlich aufbereitete Käfer gegeneinander antreten.

Kekse in Bulli-Form

Deutlich ruhiger war die Philosophie in der gegenüberliegenden Ecke des Güterbahnhofs, wo der Käfer-Club Osnabrück unter dem Motto »Früher war mehr Lametta« noch einmal Weihnachtsbäume behängt hatte und Glühwein ausschenkte. Und das zwischen dutzenden Ständen mit Karosserieteilen, Lenkrädern, Scheinwerfern, ganzen Motoren.

Daneben gab es reichlich Souvenirs und Fan-Artikel. Kekse in Bulli-Form, Regenschirme, Mützen, Spardosen, Spielzeugautos oder Taschen mit VW-Motiven. Volkswagen selbst zeigte mit einem Stand der Klassik-Abteilung, wie Karmann Ghia vor und nach ihrer Restauration aussehen.

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